Ehemalige Erzbergwerke in Freiberg

Schachtanlage Reiche Zeche in Freiberg

Schachtanlage "Reiche Zeche"

Die "Reiche Zeche" gehört zur Himmelfahrt Fundgrube, ein ehemaliges Erzbergwerk in Freiberg im Erzgebirge. Ab 1384 gibt es den schriftlichen Nachweis der "Vorderen Reichen Zeche" und der "Hinteren Reichen Zeche". Zusammen mit der Schachtanlage "Alte Elisabeth" entwickelte sich die Zeche zum bedeutendsten Freiberger Bergwerk und zählte zu den größten Silberbergwerken Europas. Zwischen 1840–1896 hatte die Grube eine Silberausbringung von 448 Tonnen.

Durch Preisverfall sank zum Beginn des 20.Jahrhunderts die Rentabilität der Gruben in Freiberg. Der Betrieb auf der "Himmelfahrt Fundgrube" wurde 1913 planmäßig stillgelegt.
Die Bergakademie beschloss 1905 die wissenschaftliche Nutzung der Schachtanlagen "Reiche Zeche" und sie umfasste die Lehrausbildung in den Bereichen Maschinentechnik, Bergtechnik und Markscheidewesen im Schacht.

1937 erfolgte die Wiederaufnahme des Bergbaus der Grube und wurde bis 1969 fortgeführt. Dabei erhielt 1953 die "Reiche Zeche" ein neues eisernes Fördergerüst, welches heute als Wahrzeichen des Freiberger Bergbaus gilt.

Schachtanlage Reiche Zeche in FreibergSchachtanlage Reiche Zeche in Freiberg

Die heutige Nutzung als Lehr- und Forschungsbergwerk ist in seiner Art einzigartig, da es zum Zwecke von Lehre, Forschung und Bildung an der Universität in Freiberg betrieben wird. Schwerpunkt der Lehre ist die Ausbildung in geowissenschaftlichen und geotechnischen Studiengängen. Darüber hinaus zählen Erhaltung, Pflege und Erschließung historischer Sachzeugen zu den Aufgaben.

Schachtanlage Alte Elisabeth in FreibergSchachtanlage "Alte Elisabeth"

Die "Alte Elisabeth" gehörte zur "Himmelfahrt Fundgrube", ein ehemaliges Erzbergwerk in Freiberg. Sie gab es ab 1511. In 150 Jahren erbrachte sie eine Ausbeute von 3,7 t reines Silber. Seit 1808 ist die Anlage des Schachtes am heutigen Standort. Hauptschacht war der "Abrahamschacht" und ein zweiter Hauptschacht war der ab 1835 abgeteufte "Davidschacht". Zusammen mit der Schachtanlage "Reiche Zeche" entwickelte sich beide Anlagen zum bedeutendsten Freiberger Bergwerk und zählten zu den größten Silberbergwerken Europas. Zwischen 1840-1896 hatte sie eine Fördermenge von 448 Tonnen reines Silber.

Am Schacht "Alte Elisabeth" ist das Schwarzenberg-Gebläse ausgestellt, welches als eines der historisch bedeutendsten Werke der deutschen Maschinenbaukunst gilt und es wurde vom Wasserrad getrieben. Gebaut wurde das Gebläse in dem Eisenwerk in Morgenröthe und im Sommer 1831 auf der Antonshütte in Betrieb genommen. Dort war es bis 1860 im Einsatz. 1862 erfolgte die Umsetzung zur Halsbrücker Hütte, wo es bis 1925 arbeitete und 1936 zur Anlage "Alte Elisabeth".

Die touristische Nutzung der ehemaligen Erzbergwerke Über- und Untertage erfolgt durch den Freiberger Förderverein Himmelfahrt Fundgrube e.V.

ühlenstraße 2, 01773 Altenberg I Tel. 035056 31703 I Fax 035056 32542


Berge & Täler im ErzgebirgeBerge & Täler
Burgen und Schlösser im ErzgebirgeSchlösser & Burgen
Museen & AusstellungenMuseen & Ausstellungen
Bergbau & Bergwerke im ErzgebirgeBergbau & Bergwerke

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.