Barockschloss Seußlitz

Schloss Seusslitz oben

Im Jahr 1205 wurde ein Wasserschloss Seußlitz erstmals erwähnt. 1255 ließ Heinrich III. der Erlauchte, der Markgraf von Meißen (1215-1288) hier ein Landschloss erbauen. Aber schon 1268 stiftete er, dem Wunsch seiner verstorbenen zweiten Frau Agnes von Böhmen folgend, das Schloss als Nonnenkloster St. Afra (erste Klarissenkloster in Sachsen). Das Kloster wurde 1429 in den Hussitenkriegen zerstört, nach der Reformation 1541 eingezogen und 1545 kaufte es der kursächsische Kanzler Simon Pistorius und betrieb es als Rittergut. Seine Nachfahren, die Pistoris von Seuselitz, besaßen das Gut bis 1720.

Im Jahr 1722 kaufte der sächsische Kanzler Heinrich von Bünau das Rittergut. Auf den Grundmauern des Klosters ließ er nach Plänen des Ratsbaumeisters George Bähr die barocke Dreiflügelanlage errichten. An das 1724 fertig gestellte Herrenhaus schließen sich zwei Seitenflügel an, die einen engen Schlosshof einfassen.
An den Südflügel des Schlosses wurde die Schlosskirche, George-Bähr-Kirche genannt, integriert. Für diese verwendete Georg Bähr die Außenmauern der gotischen Klosterkirche aus dem 13. Jh., gab ihr jedoch die gleiche Fassadengestaltung wie dem Schloss. Der Graf Bünau und seine Frau Augusta Helene von Döring sind in zwei Sandsteinsarkophagen beigesetzt.

Auf den seitlichen Höhen wurden die Luisenburg (barockes Winzerhaus) und die Heinrichsburg (zweigeschossiges, pavillonartiges Gartenhaus) errichtet. Der Garten ist an der Südseite des Schlosses und der Kirche im französische Stil gestaltet und der englische Landschaftspark erstreckt sich östlich bis zum Ortsausgang. Ein Teich ist im Park einbezogen. Die Skulpturen sind aus der Werkstatt des Barockbildhauers Balthasar Permoser.

In den folgenden Jahrzehnten wechselten mehrfach die Besitzer, ab 1945 stand das Schloss in kommunalem Besitz und wurde ein Feierabendheim. Seit 2001 ist das Schloss in Privatbesitz. Der Schlossgarten ist frei zugänglich. Das Barockschloss liegt an der Sächsischen Weinstraße.

Heinrichsburg

Das zweistöckiges Gartenhaus liegt oberhalb von vier Stufenterrassen. Das Haus ist nach dem Bauherrn, dem Grafen Heinrich von Bünau benannt. Die Baupläne sind von George Bähr und gebaut wurde von 1725 bis 1726. Von der Heinrichsburg aus hat man einen weiten Blick ins Elbtal stromauf bis Zehren und stromab bis Boritz. Die Heinrichsburg ist seit 2008 an den Weinbauverein als Vereinsdomizil und Ausstellungsraum verpachtet.

Luisenburg

Das barocke Winzerhaus liegt gegenüber der Heinrichsburg auf der westlichen Seite des Schlosses im Schlossweinberg. Das Haus wurde nach 1725 errichtet und ist ein Erdgeschossbau mit Walmdach.

Haus des Gastes

Das Gebäude wurde 1819 im Gelände des ehemaligen Klosters und späteren Schloss erbaut. Die Bezeichnung "Alte Presse" stammt von der Weinpresse, die im Erdgeschoss des Gebäudes gestanden hat. Der Umbau des Hauses zum heutigen „Haus des Gastes“ erfolgte von 1996 bis 1997.


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