Im Tal der Roten und Wilde Weißeritz

Weisseritztal

Die Weißeritz ist ein 13,7 km langer linker Zufluss der Elbe, welche in Dresden mündet und ist zusammen mit der Wilden Weißeritz 61 km lang. Sie wird auch Vereinigte Weißeritz genannt, da ihre Quellflüsse, die Rote und die Wilde Weißeritz, bei Freital-Hainsberg zusammentreffen und durch das Döhlener Becken und den Plauenschen Grund ins Elbtal fließen.

Verlauf in Dresden

Um 1570 wurden beim Ausbau der Festungsanlagen Dresdens ein früherer Weißeritzarm und seine Mündung in die Elbe verlegt. Er war unmittelbar am Schloss. Die neue Wasserabführung war elbabwärts zu einer neuen Mündung zwischen dem Kleinen und Großen Ostragehege. Noch im 19. Jh. floss die Weißeritz ungefähr an der Stelle zwischen dem heutigen Landtag und der Marienbrücke in die Elbe. Zur Gewinnung von Bauland und zum Bau der Eisenbahnverbindung nach Dresden-Neustadt wurde ab Dresden-Löbtau/Plauen noch einmal durch einen Kanal die Mündung verlegt.

An der vereinigten Weißeritz existierten 19 Mühlen. Am bekanntesten war das Mühlendorf Plauen am Ausgang des Plauenschen Grundes und die größte Mühle war die Bienertmühle. Hier existiert ein kleines Mühlenmuseum, welches an den Wohltäter und Großunternehmer Bienert erinnert.

Während des Hochwassers 2002 suchte sich die Weißeritz in Dresden ihr altes Flussbett und überflutete die Stadtteile Plauen, Löbtau, Friedrichstadt und die historische Altstadt. Besonders betroffen war auch die Bahnstrecke Dresden-Chemnitz.

Im Tal der Roten und Wilde Weißeritz

Weisseritztal

Die Weißeritz ist ein 13,7 km langer linker Zufluss der Elbe, welche in Dresden mündet und ist zusammen mit der Wilden Weißeritz 61 km lang. Sie wird auch Vereinigte Weißeritz genannt, da ihre Quellflüsse, die Rote und die Wilde Weißeritz, bei Freital-Hainsberg zusammentreffen und durch das Döhlener Becken und den Plauenschen Grund ins Elbtal fließen.

Verlauf in Dresden

Um 1570 wurden beim Ausbau der Festungsanlagen Dresdens ein früherer Weißeritzarm und seine Mündung in die Elbe verlegt. Er war unmittelbar am Schloss. Die neue Wasserabführung war elbabwärts zu einer neuen Mündung zwischen dem Kleinen und Großen Ostragehege. Noch im 19. Jh. floss die Weißeritz ungefähr an der Stelle zwischen dem heutigen Landtag und der Marienbrücke in die Elbe. Zur Gewinnung von Bauland und zum Bau der Eisenbahnverbindung nach Dresden-Neustadt wurde ab Dresden-Löbtau/Plauen noch einmal durch einen Kanal die Mündung verlegt.

An der vereinigten Weißeritz existierten 19 Mühlen. Am bekanntesten war das Mühlendorf Plauen am Ausgang des Plauenschen Grundes und die größte Mühle war die Bienertmühle. Hier existiert ein kleines Mühlenmuseum, welches an den Wohltäter und Großunternehmer Bienert erinnert.

Während des Hochwassers 2002 suchte sich die Weißeritz in Dresden ihr altes Flussbett und überflutete die Stadtteile Plauen, Löbtau, Friedrichstadt und die historische Altstadt. Besonders betroffen war auch die Bahnstrecke Dresden-Chemnitz.

Wilde Weißeritz

Sie entspringt im Erzgebirgskammgebiet bei Nové Město (Neustadt) südlich von Moldava als Divoká Bystřice auf einer Höhe von etwa 850 Metern. Unweit der Quelle ist auch der Ursprung der Flöha und der Freiberger Mulde. Bei Rehefeld-Zaunhaus tritt sie in deutsches Gebiet über. Ihre Laufläge ist bis zur Vereinigung mit der Roten Weißeritz 52,5 km.

Das Gefälle beträgt 667 Metern, das Einzugsgebiet umfasst insgesamt 162,7 km³. Es gibt 18 Zuflüsse der Wilden Weißeritz. Im Unterlauf passiert sie die Stadt Tharandt und vereinigt sich dann in Freital-Hainsberg mit der Roten Weißeritz.

Nach dem Hochwasser von 1897 wurde ein Hochwasserschutzkonzept erstellt. Am Mittellauf erfolgte von 1908 bis 1914 der Bau der Talsperre Klingenberg, ihr folgte 1926 bis 1931 die Talsperre Lehnmühle. Beide dienen zudem der Trinkwasserversorgung und in geringem Maße der Elektroenergieerzeugung. Außerdem gibt es in Dorfhain und Tharandt je ein Laufwasserkraftwerk.

1902 gab es noch etwa 48 Mühlen an der Wilden Weißeritz. Eine der bekanntesten ist die heute noch als Museum dienende Herklotzmühle in Rehefeld.

Herklotzmühle in Seyde

Herklotzmühle in Seyde

Der erste eindeutige Nachweis für die Existenz der heutigen Herklotzmühle im Tal der Wilden Weißeritz zwischen Schönfeld und Rehefeld stammt von Matthias Oeder aus dem Jahr 1588 in einer Landkartenaufnahme. Ihre erste Erwähnung findet die Sägemühle im Jahre 1760. Es ist möglich, dass die Mühle einige Zeit nur mit dem Wasser des Becherbaches betrieben werden musste. Erst die Karte von 1912 zeigt den heutigen Verlauf des Mühlgrabens.

Bisher ist nur bekannt, dass im Jahre 1925 Bernhard Herklotz diese Mühle von der Witwe des verstorbenen Sägemüllers Oskar Nietsche kaufte. Das Wohnhaus entstand 1931. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Mühle und entging nur knapp der völligen Vernichtung durch Sprengung und Demontage. Bis zum Anschluss an das öffentliche Energienetz 1962 wurden alle Maschinen und der Gleichstromgenerator durch die Wasserkraftanlage angetrieben.

Die Nachfahren des einstigen Besitzers taten viel, um das Technische Denkmal zu erhalten. Ende 1991 wurde zwar die Produktion eingestellt, aber Dank "Hardi", dem letzten Müller, wurde die Mühle mit großem Einsatz am Leben gehalten und 2003 erfolgte die Gründung des Fördervereins Herklotzmühle e.V.

Herklotzmühle, Rehefelder Straße 1, 01776 Seyde

Rote Weißeritz

Sie ist einer der zwei Quellflüsse der Weißeritz und entspringt bei Zinnwald-Georgenfeld. Von der Quelle des Flusses am Speicher Altenberg (Quellgewässer sind der Neugraben, der Quergraben und Sandbach) durchfließt die Rote Weißeritz in einem engen und stark eingeschnittenen Tal größere Waldgebiete und die Orte Waldbärenburg, Kipsdorf, Schmiedeberg, Obercarsdorf und Ulberndorf bis Dippoldiswalde.

Unterhalb der Kreisstadt Dippoldiswalde wird der Fluss von der 1908 bis 1913 erbauten Talsperre Malter gestaut. Der Grund für den Talsperrenbau war der Hochwasserschutz nach der Katastrophe von 1897. Unterhalb der Talsperre Malter durchfließt die Rote Weißeritz den Seifersdorfer Grund und den Rabenauer Grund. In Freital Hainsberg vereinigt sie sich mit der Wilden Weißeritz. Die Rote Weißeritz besitzt 22 Zuflüsse.

An der Roten Weißeritz existierten 35 Mühlen. Die heute noch bekannten Mühlen am Fluss sind:
- Schellermühle bei Schellerhau
- Riedelmühle in Waldbärenburg
- Dorfmühle Obercarsdorf
- Rathsmühle Dippoldiswalde
- Rabenauer Mühle
- Coßmannsdorfer Mühle

Weiterhin gibts es folgende Wasserkraftwerke:
- Talsperre Malter mit dem Wasserkraftwerk
- Laufwasserkraftwerke Seifersdorf und Rabenauer Grund

Die Roten Weißeritz war ein bekanntes Sportgewässer. Als es noch keine Kanusportkanäle gab, wurde hier Kanuslalom gefahren. 1961 fand im Rabenauer Grund von Seifersdorf bis Freital die Weltmeisterschaften im Wildwasserrennsport und Kanuslalom statt. Die Wettkämpfe sahen 30.000 bis 40.000 Zuschauer.

Das Tal der Roten Weißeritz wurde 1840 verkehrsmäßig erschlossen. Die heutige B170 entstand damals als Staatsstrasse im Flusstal von Dippoldiswalde bis Waldbärenburg. Anschließend führt die Straße über Serpentinen auf die Hochfläche bei Altenberg und weiter nach Teplitz und Prag.

Seit 1882/83 verläuft zwischen Hainsberg und Kipsdorf im Tal die schmalspurige Weißeritztalbahn.

Das Tal war auch von den Hochwasserfluten 1897, 1927 und 2002 schwer betroffen. Das Hochwasser zerstörte 1897 im Tal 320 Häuser und riss 19 Menschen in den Tod.

Das Tal der Roten Weißeritz von der Talsperre Malter bis Freital - Coßmannsdorf ist ein Landschaftsschutzgebiet. Der Rabenauer Grund ist als Teil dieses Gebietes Naturschutzgebiet.


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