Tharandter Wald – schönster Wald Sachsens

Der Tharandter Wald liegt südwestlich von Dresden und nordöstlich von Freiberg. Am Rande des großen zusammenhängenden Waldgebiet liegt die Forststadt Tharandt, zu welcher der Wald administrativ gehört. Im Wald gibt es nur eine Ansiedlung, das ist der Ortsteil Grillenburg.
Geografisch gehört der Tharandter Wald zum Osterzgebirgsvorland. Er erreicht Höhen bis 461 m. Das Flüsschen Triebisch entspringt im Waldgebiet und mündet in Meißen in die Elbe. Südöstlich befindet sich die Trinkwassertalsperre Klingenberg. Der Seerenteich südlich von Grillenburg diente früher der Flösserei des Holzes nach Dresden.
Der Tharandter Wald liegt in einem alten vulkanischen Kessel (Caldera). Hier herrschen starke Klimaunterschiede. Die Böden sind karg und sauer. Die Landschaft ist nur für die Forstwirtschaft nutzbar. Es überwiegt der Fichtenwald, wobei angestrebt wird, ihn durch Eichen- und Buchensetzlinge zum Mischwald umzubauen. Für die Forstakademie der TU Dresden dient er als grüner Hörsaal.

Der gesamte Wald ist ein Naherholungsgebiet mit Wegweisern ausgeschildert und es exestieren zahlreiche Wander-, Reit- und Fahrradwege.

Es gibt:
  • Mit Hilfe der TU Dresden entstanden Naturlehrpfade.
  • Abenteuerpfad für Kinder
  • Sinnespfad mit Weidenlabyrinth, Zapfen- Zielwerfen und Holzxylophon laden zum Mitmachen ein
  • der "Weg der Lieder" mit 13 Stationen
  • Wandern auf dem Bergbaulehrpfad zwischen den Bahnhöfen Edle Krone und Klingenberg.
  • Kneipptretbecken, Massagefußpfad und Nordic Walking Wege erfreuen sich großer Beliebtheit

Der Tharandter Wald ist ein Geopark von nationaler Bedeutung. Hier gibt es auf engstem Raum geologische Aufschlüsse von Gesteinen mehrerer Erdzeitalter zu besichtigen. Hier können die Studenten der Bergakademie Freiberg naturnahe Exkursionen unternehmen und die drei Stufen der geologischen Entwicklung studieren: die vorzeitliche Vulkanaktivitäten, die Sedimente der Kreidezeit und Quarzitablagerungen des Tertiär.
Der Porphyrfächer bei Mohorn-Grund ist durch frühere Steinbruchsaktivitäten entstanden. Er ist ein besonders interessantes geologisches Objekt des Vulkanismus.
Das Geologische Freilichtmuseum mit dem Geologischen Wanderweg bei Mohorn ist ein beliebtes Ziel für geologisch interessierte Wanderer.

Aus der Geschichte

Vom 12. Jh. bis zum 14. Jh. enstand an der wasserreichen Warnsdorfer Quelle der Ort Warnsdorf. Im benachbarten Grillenburg wurden die Grundmauern einer umfangreichen romanischen Anlage aus dem 13. Jh. gefunden. Nachweislich wurde hier seit dieser Zeit Sandstein abgebaut. Holz- und Holzkohlegewinnung für den Bergbau und die Residenz Dresden waren Haupterwerb. Zudem fand um den Tharandter Wald Silberbergbau statt. Bei Hetzdorf, Kurort Hartha, Fördergersdorf und Pohrsdorf betrieb man Waldglashütten. Kunstteiche bei Grillenburg dienen bis heute der Fischzucht. Mehrere Jahrhunderte diente das Waldrevier den Landesfürsten und sie ließen das Jagdschloss Grillenburg errichten.

Anfang vom 18. Jh. befand sich im Tharandter Wald bei Naundorf der Unterschlupf des Räubers Lips Tullian und seiner Bande.
Um 1800 war das Waldgebiet stark heruntergewirtschaftet und wurde ab 1811 von Heinrich Cotta nach wissenschaftlichen Grundsätzen als Modell für die moderne Forstwirtschaft wiederhergestellt. Ab dem 19. Jh. entstanden hier Sommerresidenzen bürgerlicher Familien aus Dresden.
1936 wählte Sachsens Gauleiter Martin Mutschmann das Jagdschloss Grillenburg zum Sitz des Sächsischen Jägerhofes. Das Neue Jägerhaus wurde 1938 erbaut. Nach 1945 diente es als VdN-Genesungsheim und als Gästehaus der Regierung.


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