Region Isergebirge (Jizerské hory)

Das Isergebirge liegt zwischen dem Zittauer Gebirge und dem Riesengebirge und gehört zu Tschechien und Polen. Im Gebiet liegen die Quellen der Flüsse Iser, Queis und Lausitzer Neiße. Namensgeber ist der Fluss Iser (Jizera). Der höchste Berg ist der in Polen gelegene Wysoka Kopa (Hinterberg, 1126 m). Bekannter ist jedoch der von einem Aussichtsturm bekrönte Smrk (Tafelfichte, 1124 m) an der polnisch-tschechischen Grenze.

Region Isergebirge (Jizerské hory)

Das Isergebirge liegt zwischen dem Zittauer Gebirge und dem Riesengebirge und gehört zu Tschechien und Polen. Im Gebiet liegen die Quellen der Flüsse Iser, Queis und Lausitzer Neiße. Namensgeber ist der Fluss Iser (Jizera). Der höchste Berg ist der in Polen gelegene Wysoka Kopa (Hinterberg, 1126 m). Bekannter ist jedoch der von einem Aussichtsturm bekrönte Smrk (Tafelfichte, 1124 m) an der polnisch-tschechischen Grenze.

Tourismus

Im 19. Jahrhundert begann der Fremdenverkehr. Berghütten und Aussichtstürme erbaute man. Das Gebiet war zu großen Teilen von Deutschböhmen bewohnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Deutschen aus dem Gebiet vertrieben. Dadurch blieben viele Ortschaften unbewohnt und etliche Produktionsstätten kamen zum Erliegen. Erst zum Ausgang der 1960er Jahre begann eine Wiederbelebung der Dörfer. Ebenso erfolgte 1945 im schlesische Gebirgsteil die Aussiedlung der Deutschen. Das Überschreiten der tschechisch-polnischen Grenze war untersagt dadurch nahm der Fremdenverkehr Schaden.
Nach 1989 konnte sich der Tourismus und besonders der Wintersport wieder etablieren und dem Gebirge einen entsprechenden Charakter geben. Touristisch ist das Isergebirge vor allem für den Wintersport sowie zum Wandern und Radfahren erschlossen.
Ein Zentrum für Abfahrtslauf befinden sich am Tanvaldský Špičák (Tannwalder Spitzberg) in Albrechtice (Albrechtsdorf) und in Bedřichov (Friedrichswald). Für Langläufer hat seit 1968 der Isergebirgslauf Tradition.

Im Glas- und Bijouteriemuseum in Jablonec nad Nisou als auch in der ehemaligen Liščí bouda (Fuchsbaude) in Kristiánov (Christiansthal), dem „Gläsernen Herz der Berge“, sind viele Informationen über die Glasherstellung zu finden.
Im schlesischen Teil des Gebirges sind vor allem die Heilquellen in Bad Flinsberg Ziel der Gäste. Im Sommer sind Wanderungen auf den Sępia Góra (Großer Geierstein) bzw. auf den Smrk (Tafelfichte) beliebt.

Geologie

Das typische Gestein des Gebirges ist der Isergebirgsgranit. Sichtbar ist er in den bizarren Felsen am Nordhang des Gebirges. Im Mittelteil des Gebirges treten vulkanische Gesteine hervor. Im südwestlichen Teil des Gebirges nahe Neustadt an der Tafelfichte sind Glimmerschiefer und Phyllite vorherrschend. Südlich von Neustadt fand man Buntmetallerze, vor allem das Zinnerz. Eine Reihe aufgelassener Bergwerke zeugen heute vom einst blühenden Bergbau. Nahe der Gemeinde Jizerka fand man auch das Mineral Ilmenit sowie Edelsteine wie Saphir, Topas, Zirkon Smaragd und Rubin.

Es gibt im Gebirge eine große Zahl von Wasserläufen, Quellen, Talsperren und Moortümpeln. Über das Gebirge verläuft die Wasserscheide zwischen Ostsee und Nordsee. Die Flüsse der südöstlichen Gebirgsseite fließen über die Elbe in die Nordsee. Die Lausitzer Neiße, Wittig und Queis entwässern des Gebirge in die Ostsee. Typisch sind die mehrstufigen Wasserkaskaden mit Stromschnellen und Wasserfällen. Bedeutend für die Natur des Isergebiges sind die Moore, die nach dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren entstanden. Sie stehen meistens unter Naturschutz. Das höchstgelegene Moor ist etwa sechs Meter mächtig.

Typisch für das Isergebirge ist sein sehr raues Klima. Die Berggipfel sind bis zu 160 Tagen mit Schnee bedeckt. Die Sommer sind kurz und mäßig kühl. Besonders auf den Hochflächen fällt aufgrund der Nordwestwinde vermehrt Niederschlag. Am wasserreichsten sind die Monate Juli und August, am niederschlagärmsten sind Februar und März. Die massive Verbrennung von Braunkohle in den Kraftwerken der DDR und Polens schädigte durch unzureichenden Emissionschutz den Waldbestand erheblich. Nach 1989 verringerte sich die Schwefeldioxidbelastung, eine Regenerierung der Waldbestände begann.

Flora und Fauna

Bis zur Kolonisation im 13. Jahrhundert waren Fichten und Tannen der Hauptbaumbestand. Außerdem wuchsen Buchen, Bergahorn, Ulmen und Birken. Besonders das Aufkommen der Glasindustrie im 17. und 18. Jh. auf Grund der in den Glasöfen verbrannte Holzes wurde ging der Waldbestand stark zurück. Im 19. Jh. begann die Wiederaufforstung vorallem mit Fichten. Jedoch erwies sich die Monokultur als nicht widerstandsfähig. Mehrmals gab es Schädlingsplagen. Die heutige Zusammensetzung ist 75 Prozent Fichten, 10 Prozent Buchen und andere Baumarten.
Die Moore sind zu großen Teilen von eher anspruchslosen Torfmoosen bewachsen. Senkt sich der Wasserspiegel ab, setzt eine Verheidung und Zwergstrauchvegetation ein. Die seit 800 Jahren angelegten Bergwiesen charakterisieren das Isergebirge. Auf ihnen gedeihen viele Blütenpflanzen auch seltene Orchideenarten.

Ursprünglich lebten im Isergebirge auch Bären, Wölfe und Luchse. Der letzte Bär wurde 1741 und der letzte Wolf um 1800 geschossen wurden. Heutzutage erholt sich die Population der verbliebenen Tiere wie Luchs, Kranich, Kolkrabe und Falke, aber auch Hirsch, Reh, Damwild und Mufflon. Zeitweise war das Wildschwein ausgerottet es wanderten aber wieder welche aus Schlesien ein.
Birkhühner leben auf den Hochflächen mit den Mooren. Weitere seltene Vogelarten des Gebirges sind Uhu, Rauhfußkauz, Schwarzstorch, Schwarz- und Grünspecht und Wasseramseln. Die Gebirgsbäche, Teiche und Stauseen sind reich an einer Vielzahl von Fischen.

Wanderkarten und Wanderführer

Vom Isergebirge bieten wir Wanderkarten vom tschechischen Verlag Geodézie On Line aus Česká Lípa an und einen Wanderführer vom Verlag ReiseBuch-Karhu

Wanderkarte IsergebirgeIsergebirge
Wanderkarte Liberec / LibereckoLiberec / Liberecko
Riesengebirge 240Isergebirge (nicht lieferbar)

Urlaubsregion Sudeten

AdlergebirgeRegion Adlergebirge
Braunauer GebirgeBraunauer Bergland
RiesengebirgeRiesengebirge
Region OstsudetenOstsudeten

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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