Felsenburgen in der Böhmischen Schweiz

Felsenburgen in Dittersbach

Ebenso wie in der Sächsischen Schweiz auf dem Wildenstein, dem Arnstein, dem Winterstein und dem Frienstein entstanden im böhmischen Teil des Elbsandsteingebirges Burgen im frühen Mittelalter auf Felsmassiven. Es waren meistens Holzaufbauten auf unzugänglichen Felsen, einige waren ausgebaute, erweiterte Hohlräume und Zisternen. In dem dünn besiedelten Landstrich entwickelten sich die Burgen nicht zu einem Machtzentrum. Dieses schafften nur die verkehrsmäßig günstig gelegene Burgen Königstein, Oybin und Hohnstein. Die kleineren Burgen verkamen zu Raubnestern, wurden belagert und zerstört.

Šaunštejn (Schauenstein / Hohenleipaer Raubschloss)

... ist eine ehemalige Felsenburg bei Vysoká Lípa (Hohenleipa), Ortsteil von Jetřichovice mit ca. 90 Einwohnern. Erhaltene Spuren von der Burg sind die Fundamente der hölzernen Aufbauten, einige aus dem Fels gemeißelte Räume und die Zisterne.
Errichtet wurde die Burg im 14. Jh. durch die Berka von Dubá aus Lípa. Sie diente dem Schutz der alten Böhmerstraße über Ditterbach, Hinterhermsdorf nach Sebnitz. Ab 1435 gehörte sie den Wartenbergern auf Děčín. Unter diesen wurde sie zum Raubritternest und von den Wettinern und dem Oberlausitzer Sechsstädtebund wurde die Burg belagert und zerstört.

Schauenstein / Šaunštejn in der Böhmischen Stein

Felsenburg Falkenštejn, auch Sokolí (Falkenstein)

... liegt bei Jetřichovice. Von der Burganlage sind nur noch ein größerer ausgeschlagener Raum, zahlreiche Balkenlager der früheren hölzernen Aufbauten und der in einem Felsspalt gelegene einst 25 Meter tiefe Brunnen erhalten. Anfang des 15. Jahrhunderts gehörte er den Berka von Dubá und ging an die Wartenberger. Wegen der Raubzüge der Burgbesatzung wurde die Felsenburg Falkenštejn 1444 vom Oberlausitzer Städtebund belagert und zerstört.

Felsenburg Falkenštejn bei Jetřichovice

Chřibský hrádek, auch Karlštejn (Unterer Karlstein, Wüstes Schloss)

sind die Reste einer Felsenburg bei Chřibská (Kreibitz). Die Burg steht auf einem Felsen im Tal des Daubitzbach unweit einer Informationsstelle des Nationalparks Böhmische Schweiz. Nördlich befindet sich die kleine Gemeinde Doubice (Daubitz), östlich die Stadt Chřibská.
Errichtet wurde sie von den Michalowitzern, ab 1406 gehörte sie den Berka von Dubá und ab 1428 den Wartenbergern. Im Kriegszug der Oberlausitzer gegen die Raubritter um 1444 wurde sie ebenfalls zerstört.


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