Blatenský Vrch / Plattenberg

Horní Blatná

Der Aufstieg auf den Plattenberg (1047 m) kann man von der Stadt oder von der Straße Horní Blatná - Boží Dar aus vornehmen.


Auf der Bergkuppe befindet sich ein Aussichtsturm der mit einem kleinen Kiosk an schönen Tagen geöffnet ist. Am Weg zurück zur Bergstadt kommt man nach ca. 200m an die Eispinge (Ledová Jáma). Diese ist der Rest des eingestürzten Bergwerkes "Georg-Stollen". Die Pinge ist bis zu 20 Meter tief und teilweise mit lockerem Gestein verfüllt, was von den Wänden abbröckelte. Auf einer schmalen Treppe gelangt man hinab.

Beim weiteren Abstieg vom Plattenberg nach Horní Blatná aus kommt man an einem kleinen Abzweig vorbei, der zur Wolfspinge (Vlčí jámy) führt. Es sind die Reste des eingestürzten Bergwerkes "Wolfgang-Stollen". Die Wolfspinge ist etwa 120 Meter lang, 25 Meter tief und bis zu 14 Meter breit. Gut erkennen lassen sich in diesem Felsenkessel die ehemaligen Gänge und Schächte. Früher wurden die Stollen oft soweit nach oben ausgehauen, dass die dann nur noch dünnen Decken einstürzten. Im 18. Jh. wurde nochmals ein Erzgang, der etwa 60 Meter unter der Erdoberfläche liegt, bis in 80 Meter Tiefe unter der Erdoberfläche abgebaut.

HorníBlatná

Zinnbergbau am Plattenberg

Schon um 1380 wurde in der Gegend um den Plattenberg nach Zinn geschürft. Der erste Abbau erfolgte in einer Zeit, als es noch nicht die Stadt Platten gab. Das Gebiet gehörte den Herrn von Tettau auf der Burg Schwarzenberg. Erste Silbererzfunde sind hier für 1520 verbürgt. Die Herrn von Tettau waren Vasallen der sächsischen Ernestiner. 1529 erließ Johann Friedrich der Großmütige einen Privileg zur Gründung einer Bergstadt. Gleichzeitig war in dem Herrschaftsbereich die Stadtgründung von Boží Dar, wo ebenfalls Zinn geschürft wurde. Die Ernestiner kauften 1533 die Herrschaft den von Tettau ab.
Lange konnten sich die Kurfürsten in Wittenberg sich nicht ihrer Bergwerke auf dem Erzgebirgskamm erfreuen. Durch die Niederlage im Schmalkaldischen Krieg fiel das Land an die Albertiner und Moritz von Sachsen gab die beiden Bergstädte an den König von Böhmen ab. Durch die Rekatholisierung nach dem Dreißigjährigen Krieg ging es mit dem Bergbau in der Region bergab. Der Rechtekonflikt zwischen Sachsen und Böhmen dauerte 200 Jahre an.


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