Mědník (Kupferhübel)

Mědník (Kupferhübel)

Der Mědník (Kupferhübel) ist ein 910 m hoher Berg im Mittleren Erzgebirge. Der Name leitet sich von dem hier durchgeführten Bergbau ab. Der freie Gipfel direkt am Erzgebirgskamm liegt nördlich von Kadán im Bezirk Chomutov. An dem Fuß des Berges liegt die Bergstadt Měděnec. Nördlich zwischen dem Berg und der Talsperre Přísečnice (Preßnitz) verläuft die Bahnlinie Chomutov – Vejprty.
Vom Gipfel hat man eine 360° Rundumsicht über das Erzgebirge und weit in das Nordböhmische Becken, das Duppauer Gebirge und das Egertal.
Der Berg ist allseitig von Halden und Pingen überzogen, die von frühesten Bergbauaktivitäten zeugen. Am Fuß des Berges befindet sich der Eingang zu den 1910 eröffneten Malachithöhlen des Mariahilfstollens, eines der frühesten Bergbauschauanlagen.
Wilhelm von Humbold nannte Kupferhübel „…einen der schönsten Aussichtspunkte Mitteleuropas…“.
Über den Kupferberg führt der Erzgebirgskammweg (tsch. Teil), Teil des Fernwanderweges E 3.

Auf dem Gipfel ließ 1674 der Herzog Julius Franz von Sachsen-Lauenburg die Kapelle „Zur unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria“ erbauen. Im 19. Jh. nutzte man die weithin sichtbare Landmarke für die geodätische Vermessungsarbeiten. Die Kapelle wurde mehrfach renoviert, ist aber nicht ständig für Besucher geöffnet.

Aufstiegsmöglichkeiten

  • Aufstieg erfolgt vom Parkplatz des Schaubergwerkes westlich des Berges.
  • Berg liegt am rot markierten Kammweg
  • Von Perštejn (Pürstein) führt ein blau markierter Wanderweg nach Měděnec.

 

Der Ort Měděnec (Kupferberg)

.... befindet sich sechs Kilometer nordwestlich von Klášterec nad Ohří auf der böhmischen Seite des Mittleren Erzgebirges. Die Gemeinde Měděnec besteht aus sechs Ortsteilen.

Sehenswürdigkeit

  • Barockkapelle "Zur unbefleckten Empfängnis" auf dem Mědník
  • Stausee der Talsperre Preßnitz nördlich vom Aussichtsberg
  • sehenswerte Felsformation Sfingy
  • Besucherbergwerk Mariahilfstolln (Marie Pomocná) wurde 1910 (Wiedereröffnung 2007) am Kupferhübel als Zugang zu den Malachithöhlen für Touristen geöffnet. Geologische Erkundungen um 1950 fanden abbauwürdige Magnetit-Vorkommen. Das daraufhin neue Bergwerk begann 1968 mit dem Abbau. Nach der Auserzung der Lagerstätte schloß 1992 die Grube. Sie förderte knapp 2,7 Mill. t Eisenerz mit einem durchschnittlichen Eisengehalt von 35 %. Darüber hinaus gewann man 323 t Kupfer und 807 kg Silber.

 

Aus der Geschichte

Die Geschichte des Kupferbergs ist vom Bergbau geprägt, der hier am Fuße des Kupferhübel (Médník) bereits seit dem 10. Jh. erfolgte nach Funden von silberhaltige Kupfererze. Als Siedlung wurde Kupferberg erstmals 1449 urkundlich erwähnt. 1520 erhielt sie das Privileg des freien Silberhandels verliehen. Das gefördert Kupferkies und Pyrit verarbeitete man zu Schwefelsäure, Kupfer- und Eisenvitriol.
1543 war Hans von Vitzthum der Besitzer von Kupferberg, ab 1547 unterstanden die Bergwerke der Berggerichtsbarkeit von Sankt Joachimsthal.
1588 erfolgte die Benennung von Kupferberg zur Bergstadt und 1616 zur königlich freien Bergstadt. 1628 erwarben die Grafen Schlick Kupferberg.

1807 musste der Bergbau vorläufig eingestellt werden. Zwanzig Jahre später, am 3. Juli 1856, fielen einem Stadtbrand 19 Häuser, die Kirche, das Brauhaus und das Rathaus zum Opfer.
1872 erhielt Kupferberg die Eisenbahnverbindung nach Chemnitz und Komotau. Dies verursachte einen Aufschwung des Tourismus.


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