MĚLNÍK

Die Stadt Mělník liegt nördlich von Prag am Zusammenfluss von Moldau und Elbe gegenüber der Einmündung in die Elbe in Mittelböhmen. Die Umgebung ist heute das bedeutendste Weinanbaugebiet in Böhmen. 1884 wurde hier die erste Weinbauschule Böhmens gegründet. Neben dem Weinbau haben der Maschinenbau und die Nahrungs- und Genussmittelindustrie eine Bedeutung.

Sehenswertes

  • Rathaus von 1398 -Umbau im 17. Jh. zum Barockstil

  • Schloss Mělnik - Sie ging aus einer Burg der Westslawen hervor, wurde mehrmals umgebaut und gehört heute wieder der Familie Lobkowicz. Das Schloss kann besichtigt werden.

  • Propsteikirche St. Peter und Paul - entstanden aus der ehemaligen Burgkapelle des 11. Jh.'s. Aus dieser Zeit stammt noch der viereckige Turm.

  • Prager Tor aus dem 15. Jh.

  • St.-Ludmilla-Kirche von 1583.
Stadtansicht im Zentrum von Melnik
Propsteikirche St. Peter und Paul
Propsteikirche St. Peter und Paul
Prager Tor
Prager Tor
Propsteikirche St. Peter und Paul
Propsteikirche St. Peter und Paul
Schloss Liběchov bei Mělník
Schloss Liběchov bei Mělník
Elbe (rechts) - Moldau Mündung
Elbe (rechts) - Moldau Mündung

Regionale Informationen

Informationszentrum
Legionärs 51
276 01 Mělník


Aus der Geschichte

Schon im frühen Mittelalter war Mělník bewohnt und war das Siedlungszentrum der westslawischen Pschowanen. Die Tochter des letzten Pschowanenfürsten Slavibor, die heilige Ludmilla von Böhmen, wurde um 880 mit dem Přemyslidenfürsten Bořivoj verheiratet. Somit kam der Besitz des Stammesgebietes an die Přemysliden. Ende vom 10. Jh. trat der Name „Myelnik“ auf. Oftmals war die Herrschaft und Stadt Witwensitz der Königinen.

Der böhmische König Ottokar II. Přemysl verlieh Mělník 1274 den Titel Königsstadt. Auch Kaiser Karl IV. gab der Stadt zahlreiche Privilegien. Er ließ auf den Elbhängen Weinreben pflanzen. Nach dem Tod der Witwe von Georg von Podiebrad 1475 wurde Mělník mehrmals verpfändet. 1652 vernichtete eine Feuersbrunst weite Teile der Stadt. Von 1750 bis 1789 bestand ein Kapuzinerkloster.

1874 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz. Nach dem Bau des Frachtschiffhafens durch die Kanalisierung der Elbe zwischen Melnik und Danzig / Aussig konnten 1897 größere Frachtschiffe bis Melnik fahren.

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