Stadt Zittau in der Oberlausitz

Zittau in der Oberlausitz


Zittau liegt im äußersten Südosten von Sachsen im Dreiländereck Deutschland – Polen -Tschechien und gehört zum Landkreis Görlitz. Die Stadt ist nach Görlitz die zweitgrößte Stadt im Landkreis. Südöstlich der Stadt Zittau befindet sich das Tal der Lausitzer Neiße (Lužická Nisa), die aus Tschechien kommt. Im Südwesten liegt das Zittauer Gebirge. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Mandau, welche bei der Stadt in die Lausitzer Neiße mündet. Am südwestlichen Stadtrand befindet sich der Olbersdorfer See ein Restloch des Braunkohlenabbaues.

Baudenkmale und Sehenswürdigkeiten in Zittau

Neorenaissance Rathaus: Das Rathaus wurde 1840–1845 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel gebaut. Am Eingang sind zwei Sandsteinfiguren - links Sophia, die Göttin der Weisheit und rechts Themis, die Göttin der Gerechtigkeit. Der 50 m hohe Turm ist ein dem Hauptbau angepasster Rest des 1757 zerstörten Gebäudes. 1990–2002 erfolgte die vollständige Sanierung.

Salzhaus: Gebaut 1511, war das Haus Rüstkammer, Pferdestall und Schüttboden. 1572 wurde es auf vier Stockwerke erweitert. Im Jahre 1730 erfolgte die Aufsetzung eines Mansarddaches mit fünf Böden. Im 19. Jahrhundert war es Verwaltungsgebäude, später Lagerraum von Museum, Theater und städtisches Archiv. Nach der Sanierung 1997 dient es als Außenstelle des Landratsamtes Görlitz.

St. Johannis Kirche: Die gotische Hallenkirche wurde 1291 zum ersten Mal erwähnt, im Stadtbrand 1757 zerstört, einschließlich der kurz zuvor eingebauten Silbermann-Orgel. Der Neubau begann 1766. Wegen Geldmangel und Rissen im Bau wurde 1770 ein Baustopp verfügt. Der Zittauer Architekt Carl August Schramm, ein Schüler Schinkels, vollendete 1833 den Kirchenbau.

Kreuzkirche an der Frauenstraße: Die zweischiffige Hallenkirche mit einem Sterngewölbe über einem Rundpfeiler wurde um 1410 errichtet mit böhmischen Einflüssen der Bauhütte von Peter Parler. Sie ist die größte und höchste Einstützenkirche in Deutschland. Nach dem Brand im Dreißigjährigen Krieg wurde sie mit spätgotischem und frühbarockem Inventar wieder aufgebaut. Die Kirche mit dem Friedhof musste 1972 entwidmet werden. Nach der Sanierung Mitte 1999 ist sie das „Museum Kirche zum Hl. Kreuz“, wo das Große Zittauer Fastentuch (8,20 m × 6,80 m) von 1472 ausgestellt wird.

Altes Gymnasium: Nach 1571 erfolgte der Bau auf dem Kreuzhof der Komturei der Johanniter. Das heutige Aussehen ist ein Umbau von 1602. Im 19. und 20. Jahrhundert war es Bibliothek, Schule und Internat. Seit 1996 gehört es der Zittauer Wohnungsbaugesellschaft.

Heffterbau an der Pfarrstraße:Der Bau wurde von 1690 als Teil des ehemaligen Franziskanerklosters, 1690 als Exulantenkirche und von 1709 bis 1951 als Ratsbibliothek genutzt. Die Sanierung fand 2000–2002 statt und heute ist es ein Ausstellungsraum der Städtischen Museen Zittau.

Fleischerbastei: Sie befindet sich am Karl-Liebknecht-Ring und gehörte früher zur Stadtbefestigung. Am 1998 sanierten Restaurantgebäude befindet sich die Blumenuhr und ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan.

"Dornspachhaus": Der Renaissancebau von 1553, benannt nach dem Bauherrn und Bürgermeister Nikolaus von Dornspach, steht am Johannisplatz. Der um 1610 entstandene Innenhof wird von einem Umgang mit Loggien, bestehend aus ionischen Säulen, umschlossen. Im Erdgeschoss ist ein historisches Wirtshaus.