Schirgiswalde-Kirschau

Schirgiswalde-Kirschau in der Oberlausitz

Schirgiswalde-Kirschau ist eine Kleinstadt im Oberlausitzer Bergland südlich von Bautzen. Zu der Stadt gehören auch die Stadtteile Crostau und Rodewitz. Die Stadtgemeinde entstand 2011 durch den freiwilligen Zusammenschluss. Der Sitz der Stadtverwaltung ist in Kirschau.

Sehenswertes

  • Heimatmuseum "Carl Swoboda" in Schirgiswalde: Beeindruckend sind u.a. die alte Weberstube mit einem noch funktionierenden Handwebstuhl und eine Weihnachtskrippe mit orientalischem Szenarium. Die wechselvollen Geschichte von Schirgiswalde wird anhand zahlreicher Fotos und Sachzeugen dargestellt und bäuerliches Mobilar, Hausrat und Volkskunst aus der Oberlausitz sind zu sehen.
  • Burgmuseum Kirschau: Geschichte der Burg Körse und des Ortes sowie interessante Funde von Grabungen am Burgberg und ein Modell der Burg werden gezeigt. In der Heimatstube steht ein funktionstüchtiger Handwebstuhl (jeden ersten Sonntag im Monat von 14:00 - 16:00 Uhr geöffnet)
  • Körse-Therme: Freizeit- und Gesundheitsbad in Ortsteil Kirschau - Hauptanziehungspunkt für Besucher.

Das Dorf Kirschau wurde 1352 in Zusammenhang mit der Zerstörung der Burg Körse erstmals urkundlich erwähnt und 1635 mit dem Prager Frieden als Kirschau Grenzort. Hier war eine Zollstation. Durch Gotthelf August Friese entwickelte sich ab 1845 in Kirschau die Grobgarnindustrie. Es erfolgte die Fertigung von Packleinwand, Scheuertüchern und später bunte Schlafdecken. Dies bescherte dem Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung. Der prächtige Ortskern, die zahlreichen Fabrikantenvillen erinnern heute noch an diese Blütezeit.
Nach 1989 arbeitet die Kirschauer Textilindustrie im kleinen Rahmen weiter.

Koerse Therme KirschauKörse-Therme im Ortsteil Kirschau

Das Dorf Schirgiswalde wurde 1376 erstmalig erwähnt. 1635 verblieb der Ort bei der Übergabe der Lausitz an Sachsen bei Böhmen und wurde dreißig Jahre später zur Stadt erhoben. Die Herrschaft Rumburk samt Schirgiswalde erwarb 1681 der Fürst von Lichtenstein. Dieser verkaufte die Stadt 1703 an den Bautzener Domstift.
Die Zugehörigkeit zu Böhmen blieb bis 1809 bestehen, die weiteren 36 Jahren sind ungeklärt. Erst 1845 wurde die Übergabe Schirgiswaldes abschließend vertraglich geregelt und vollzogen. In der Zwischenzeit gab es in der Stadt keine wirkliche Staatsgewalt, was sich Räuber, Schmuggler und politische Flüchtlinge zunutze machten.

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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