Pulsnitz in der Westlausitz

Pulsnitz in der Westlausitz

Die Kleinstadt Pulsnitz liegt am westlichen Rand der Oberlausitz im Westlausitzer Hügel und Bergland ca. 10 km südlich von Kamenz und rund 25 km nordöstlich von Dresden. Die Altstadt befindet sich auf einer Anhöhe oberhalb des Flusses Pulsnitz. Nachbargemeinden sind Haselbachtal, Steina, Ohorn, Großröhrsdorf, Lichtenberg und Großnauendorf.
Bekannt ist Pulsnitz als Stadt der Pfefferkuchenbäckerei.

Sehenswürdigkeiten

  • Stadtmuseum informiert über die Stadtgeschichte und berühmte Persönlichkeiten der Stadt.
  • Pfefferkuchenmuseum: mit Schauwerkstatt, in der selbst Pfefferkuchen gebacken werden.
  • Hussitenhaus - bäuerliche Wehranlage Perfert aus der Zeit um 1420
  • Marktplatz mit Rathaus und Ernst-Rietschel-Denkmal
  • Barockschloss Oberlichtenau mit einem Park im englisch-französischen Stil
  • Spätgothische Kirche St. Nicolai
  • Keulenberg mit Aussichtsturm: Das Massiv formiert den westlichsten Ausläufer des Westlausitzer Hügel- und Berglands und besteht aus dem Großen und Kleinen Keulenberg, dem Hubrigberg (267,4 m), dem Vogelberg (296,4 m) und dem Karschberg (275,3 m). Der Keulenberg liegt 6 km nordwestlich vom Stadtzentrum Pulsnitz.

Die Pulsnitz ist ein linker Nebenfluss der Schwarzen Elster in Sachsen und Brandenburg. Sie entspringt in Ohorn am Westhang des Tannebergs und fließt durch die Städte Pulsnitz, Königsbrück, Ortrand und Elsterwerda. Der Haselbach ist ein rechter Nebenfluss der Pulsnitz in Sachsen. Die Quelle des Haselbaches befindet sich oberhalb der Stipendie auf Ohorner Flur, unweit der Pulsnitz-Quelle. Dann windet sich das Bächlein zum Schwarzteichgebiet und durchquert den Schweinegrund in Steina. Mit einer Gesamtlänge von rund zwölf Kilometern durchfließt der Haselbach – Namensgeber der Gemeinde Haselbachtal – den Ort in fast seiner gesamten Länge, ehe er an der Grenze zwischen Reichenbach und Reichenau in die Pulsnitz mündet.
14 Zuflüsse, meist Gräben aus Wäldern und Teichen, speisen den Haselbach auf seinem Lauf. Der größte Zulauf ist der Weißbach. Bei normalem Wasserstand führt der Haselbach in Häslich etwa 800 Liter Wasser pro Sekunde zu Tale; das sind rund 2.900 m³ pro Stunde.

Pulsnitz Kirche St. Nicolai

Aus der Geschichte

Pulsnitz wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Schon davor bestand hier eine sorbische Siedlung mit einer Wasserburg. 1355 erhielt Pulßnitz von Kaiser Karl IV. das Marktrecht und 1375 das Stadtrecht. 1429 fielen die Hussiten in die Stadt ein. Aus dieser Zeit stammt die älteste bäuerliche Befestigungsanlage. Um 1500 herum begannen Bauarbeiten für das Pulsnitzer Rathaus. 1558 erhielten die Pulsnitzer Bäcker das Recht, Pfefferkuchen zu backen.

1580 erwarb Hans Wolf von Schönberg Pulsnitz mit seinen dazugehörigen Orten. Er ließ dem Rat die niedere Gerichtsbarkeit entziehen. Die Bürger beschwerten sich beim Kaiser und verübten sogar einen Mordanschlag gegen Schönberg. Auch der Pfarrer A. Ricchius (Sohn des ersten protestantischen Pfarrers der Stadt Andreas Ricchius) solidarisierte sich mit den Bürgern und wurde entlassen.

1869 wurde Pulsnitz an die neu gebaute Zweigeisenbahnlinie Arnsdorf-Pulsnitz-Kamenz angeschlossen. In der Folgezeit begann ein industrieller Aufschwung.

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03529 511954


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