Königsbrück in der Westlausitz

Koenigsbrueck in der Westlausitz

Königsbrück (sorbisch Kinspork) ist eine Kleinstadt in der Westlausitz, 25km nördlich von Dresden. Durch Königsbrück fließt die Pulsnitz. Die Landschaft um die Stadt ist grösstenteils bewaldetes Heideland. Im Süden befindet sich die Laußnitzer Heide, im Norden die Königsbrücker Heide und südöstlich der Keulenberg.

Aus der Geschichte


Königsbrück wurde erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Er war Grenzort zwischen Meißen und der Oberlausitz. Die Entwicklung der Stadt ist eng mit der Hohen Straße / Via Regia von Leipzig über Großenhain nach Kamenz und Bautzen verbunden. Hier wurde der Zoll für die böhmische Krone erhoben. 1331 erhielt Königsbrück seine Stadtrechte. Die Städte des Oberlausitzer Sechsstädtebundes wachten über die Stadtherrschaft und verhinderten den Verkauf an Sachsen. 1439–1579 waren die Stadtherren die Burggrafen von Dohna.

Es folgen:
  • 1579–1726: Herren von Schellendorf
  • 1726–1773: Freiherren von Friesen
  • 1773–1795: Grafen von Redern
  • 1795–1803: Graf zu Münster-Meihövel
  • 1803–1856: Grafen von Hohenthal

1884 erfolgte der Bahnanschluss Königsbrücks an das Eisenbahnnetz nach Klotzsche. Die Schmalspurbahn wurde 1897 umgespurt, nach Schwepnitz verlängert und in den Jahren 1933 und 1934 nach Straßgräbchen-Bernsdorf ergänzt.

Koenigsbrueck Rathaus

Garnision und Truppenübungsplatz

1892 begann in der Laußnitzer Heide bei Glauschnitz der Bau eines Schießplatzes und die Errichtung des „Alten Lagers“. Im Oktober 1893 wurde Königsbrück zur königlichen Garnisonsstadt erhoben. Südlich des Bahnhofs entstand in den Jahren 1893–1895 die Prinz-Georg-Kaserne.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besetzte die Sowjetische Armee das Militärgebiet. Bis 1988 waren hier SS12 Nuklearraketen stationiert. Der Abzug der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland aus Königsbrück war 1992 abgeschlossen.

Zu DDR-Zeiten befand sich in Königsbrück das Institut für Luftfahrtmedizin der NVA. Hier wurden NVA-Piloten, Piloten-Bewerber und Fallschirmjäger auf ihre Flugtauglichkeit untersucht. Der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn bereitete sich hier auf seinen Raumflug medizinisch vor. In den Jahren 1984 bis 1986 erfolgte ein kompletter Neubau, der eine Unterdruck-Dekompressions-Kammer sowie eine Hochleistungs-Zentrifuge beinhaltete. Nach dem Ende der DDR wurden die Anlagen durch den Bund übernommen und modernisiert. Die Abteilung Flugphysiologie des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe ist heutiger Nutzer.


Weitere Informationen

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