Gemeinde Großschönau mit Waltersdorf

Grossschoenau in der OberlausitzUmgebindehäuser in Großschönau

Großschönau ist eine Gemeinde im Landkreis Görlitz an der deutsch-tschechischen Grenze in der Region Zittauer Gebirge. In der Gemeinde ist der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Großschönau-Hainewalde. Der Name leitet sich von der Gründung des Ortes in der „Großen schönen Aue“ ab. Großschönau liegt an der Mandau, dem 40,9 km langen linken Nebenfluss der Lausitzer Neiße, welcher in Nordböhmen seine Quellen hat und bei Zittau mündet.  Kaum ein anderer Ort als Großschönau ist mit der Textilgeschichte der Damast- und Frottierweberei so eng verbunden. Das Ortsbild ist stark von den vielen kleinen und großen Umgebindehäusern, welche früher Weberhäuser waren, geprägt.
Ebenso sind viele Villen der Fabrikanten aus dem 19. und 20. Jahrhundert erhalten. 1867 wurde Neuschönau in die Gemeinde integriert und 2003 der Erholungsort Waltersdorf eingemeindet.


Sehenswertes

Die zweitgrößte Dorfkirche in Sachsens, eine evangelisch-lutherische Kirche, wurde von 1703 bis 1705 in Großschönau gebaut. Sie bietet mit ihren drei Emporen Platz für 2.000 Kirchgänger. Die untere Empore ist mit kunstvollen Grisaillenmalereien des Großschönauer Musterzeichners David Christian Berndt geschmückt. Die größte Kostbarkeit ist das von Johann Eleazar Zeissig (genannt Schenau) 1787 gemalte Altarbild „Christi Auferstehung“.

Kaum ein anderer Ort als Großschönau ist mit der Textilgeschichte der Damast- und Frottierweberei so eng verbunden. Das Ortsbild ist stark von den Umgebindehäusern, welche früher Weberhäuser waren, geprägt. Ebenso sind Villen der Fabrikanten aus dem 19. und 20. Jh. erhalten.

Stätten der Textilindustrie:
  • Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau und eine Schauwerkstatt im "Kupferhaus", welches von 1807 bis 1809 dem Damastfabrikanten Christian David Waentig gehört.
  • Möglichkeiten der Werksbesichtigung in der Frottana Textil GmbH & Co.KG
  • Outletstore der Damino GmbH und der Frottana Textil GmbH & Co.KG
  • Ortsführungen durch das Textildorf Großschönau
  • Führungen entlang des Textilpfades
Grosschoenau mit Stadtkirche

Beliebte Ausflugsziele

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Geeignete Wanderkarten

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Ebenso sind viele Villen der Fabrikanten aus dem 19. und 20. Jahrhundert erhalten. 1867 wurde Neuschönau in die Gemeinde integriert und 2003 der Erholungsort Waltersdorf eingemeindet.


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Kaum ein anderer Ort als Großschönau ist mit der Textilgeschichte der Damast- und Frottierweberei so eng verbunden. Das Ortsbild ist stark von den Umgebindehäusern, welche früher Weberhäuser waren, geprägt. Ebenso sind Villen der Fabrikanten aus dem 19. und 20. Jh. erhalten.

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  • Deutsches Damast- und Frottiermuseum Großschönau und eine Schauwerkstatt im "Kupferhaus", welches von 1807 bis 1809 dem Damastfabrikanten Christian David Waentig gehört.
  • Möglichkeiten der Werksbesichtigung in der Frottana Textil GmbH & Co.KG
  • Outletstore der Damino GmbH und der Frottana Textil GmbH & Co.KG
  • Ortsführungen durch das Textildorf Großschönau
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Aus der Stadtgeschichte

Das Waldhufendorf Großschönau wurde vermutlich im 12. Jh. von fränkischen Siedlern angelegt. Die erste urkundliche Erwähnung von „Magnum Sonow“ stammt von 1352. Ab 1430 ist in Großschönau ein Rittersitz nachgewiesen. Das Rittergut verfügte aber nicht über die gesamte Ortschaft, denn diese unterstand von 1587 an über 250 Jahre dem Zittauer Rat. 1666 entsandte der Zittauer Rat die Brüder Friedrich und Christoph Lange, zwei Leineweber aus Großschönau, nach Holland, um die Kunst der Damastweberei zu erlernen. Schon nach einigen Jahrzehnten war der Leinendamast aus Großschönau weit über die Landesgrenzen bekannt. Europäische Herrschaftshäuser bezogen deshalb ihre Tischwäsche vorzugsweise aus Großschönau.
1834 löste die Jaquardtechnik die Damastweberei ab. Der erste Frottierwebstuhl stellte 1856 der Großschönauer Fabrikant Carl Heinrich Schiffner auf. Seitdem entwickelte sich hier leistungsstarke Frottierwebereien. Weberein wie Lieske & Häbler, Richter & Goldberg und C. G. Hänsch entstanden. Heute führen die Firmen Frottana-Textil GmbH und Damino GmbH die langjährige Textilindustrie in Großschönau fort.

Aus der Geschichte: Technische Textilien im Textildorf

Über 70 Jahre lang wurden in Großschönau Schlauchboote, Rettungswesten, Rettungsflöße und Campingzelte hergestellt. Die Deutsche Schlauchbootfabrik „Hans Scheibert“ Berlin fertigte ab 1940 im Ort für die deutsche Wehrmacht Schlauchboote und aufblasbare Rettungsflöße. Die 1832 gegründete Firma C. G. Hänsch wurde 1942 per Befehl verpflichtet, Räumlichkeiten und Personal der Deutschen Schlauchbootfabrik für die Fertigung von Rüstungsartikeln zur Verfügung zu stellen. Neben dem ortsansässigen Personal beschäftigte man auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.
Wegen der Rüstungsproduktion wurden 1946 der Großteil der Firma enteignet. 1958 musste die Firma staatliche Beteiligung aufnehmen, wurde 1972 in der DDR komplett verstaatlicht und der Betrieb an den VEB Frottana angegliedert. Die Stilllegung erfolgte 1990.

In der Zeit nach dem Krieg wurde aus gummierten Textilien Wetterschutzbekleidung für die Industrie, Seefahrt und die bewaffneten Organe hergestellt. Außerdem stellte man mehrer Varianten von Campingzelten her. Zelte aus der Oberlausitz waren auch im Export beliebt. Das Werk 5 des VEB Textil- und Veredlungsbetriebes Neugersdorf fertigte weiterhin Schlauchboote, Rettungsflöße, Schwimmwesten, Zelte und Traglufthallen aus technischen Textilien. 1990 führte die Firma Seetex GmbH und die Deutsche Schlauchbootfabrik diese Produktionspalette weiter. 2001 erfolgte der Verkauf der Firma an eine englische Gesellschaft. 2008 wurden große Teile der Produktion nach China und Nordirland ausgelagert und die Firma geschlossen.


Weitere Informationen

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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