Stadtbefestigung von Görlitz

Goerlitz Finsterturm

Sehenswerte Türme

Stadtbefestigung von Görlitz

Goerlitz Finsterturm

Sehenswerte Türme

Finstertor

... war der nördliche Zugang der Stadtbefestigung in die Nicolaivorstadt und ist das einzige erhaltene Stadttor der Befestigung (Bild oben). 1455 wurde das „Tor bei dem Totengräber“ erwähnt. Der Name „Armesündertor“ kommt daher, da vor dem Tor die Richtstätte der Stadt war.
Das benachbarte Fachwerkhaus ist das Scharfrichterhaus von 1377. An der Straßenseite erinnert die Inschrift „1666 L.S.B.“ an den Görlitzer Scharfrichter Lorenz Straßburger. 1810 wurde das Scharfrichterhaus erneuert. Heute wird es von der sogenannten Jugendbauhütte, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, wo Jugendliche ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege leisten können, genutzt.

Dicker Turm

Dicker Turm Görlitz

... oder auch Frauenturm szeht im Westen der Altstadt, ist 46 m hoch und wurde um 1250 errichtet. Der Form nach nennen ihn die Görlitzer „Dicker Turm“. Die Mauerstärke beträgt im unteren Teil bis zu 5,34 m. Bereits um 1305 wurden ein „Steinturm“ und ein „Steintor“ erwähnt. Der Wächter auf dem Turm erhielt 1529 eine Turmstube und eine Kammer. Im 16. Jh. schloss man den ursprünglich offene Umgang. Die Kupferhaube wurde im Stil der Renaissance gefertigt.
Das Tor war ein überbautes Dreifachtor. Die Zugbrücke des Südtores ersetzte man 1595 durch eine Steinbrücke. 1838 und 1847/48 erfolgte der Abriss des Frauentor und der Brücke. Der Graben wurde aufgefüllt. Von 1974 bis 1999 war der Turm Studentenklub der Ingenieur-Hochschule Görlitz-Zittau. Das Stadtwappen am Turm, vom Kaiser Sigismund gestiftet, war ursprünglich am Tor wurde beim Torabriss an dem Turm angebracht. Turmbesteigung und Besichtigungen sind im Rahmen von Führungen zwischen Mitte März und Ende Dezember möglich.

Reichenbacher Turm

Reichenbacher Turm

... war ein Teil der westlichen Stadtbefestigung. Er ist mit 51 m der Höchste der drei Wehrtürme der Stadt. Nur der Rathausturm mit 63 m überragt ihn. Er liegt westlich des Obermarktes. Er entstand vermutlich im 13. Jh..1376 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Der untere Teil des Turms stammt noch zu großen Teilen aus der Entstehungszeit. Über dem quadratischen Teil sitzt ein achteckiges Turmteil mit Pultdach, darüber geht er in einen zylindrischen Oberturm über. Gekrönt wird der Turm von einem runden Wehrgang mit Spitzbogenfriesen und der Haube.
1485 erbaute man den Wehrgang auf dem zylindrischen Oberturm und verband 1521 den Reichenbacher Turm durch zwei Schildmauern mit der Kaisertruz. Die Turmspitze wurde 1782 durch eine kupfergedeckte Barockhaube ersetzt. Der Abbruch der Stadtbefestigung und des Tors erfolgte ab 1862. Der Turm erhielt ab 1935 eine Restaurierung. 1953 wurde der Turm ein Aussichtsturm und Teil der Städtischen Kunstsammlungen.

Nicolaiturm

Nicolaiturm in Görlitz

... ist 45 Meter hoch und war ein Teil der früheren Stadtbefestigung. Er befindet sich zwischen Altstadt und Nicolaivorstadt. 1348 wurde er erstmals urkundlich erwähnt als Stadttor zur Nicolaivorstadt. Der Aufstieg zum Turm erfolgte über die Stadtmauer. Erst 1752 entstand der ebenerdige Eingang durch die an dieser Stelle 2,86 m dicke Mauer.
Nach dem Stadtbrand 1717 wurde die barocke Haube aufgesetzt. Das zum Turm gehörige Tor brach man 1848 ab.
Seit Herbst 2016 betreiben der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. und das Kulturhistorische Museum gemeinsam den Turm.

Hotherbastei

Hotherbastei in Görlitz

... liegt unterhalb des Vogtshof an der nordöstlichen Ecke der Stadtmauer der Stadt Görlitz. Sie stammt aus der zweiten Hälfte vom 13. Jh.. Der angrenzende Nikolaizwinger wurde 1953/54 zu einer Gartenanlage umgestaltet. Über einem dreiviertelrunden Grundriss erhebt sich der zweigeschossige Turm, dessen Mauerwerk durch einzelne Schießscharten durchbrochen ist. Unterhalb des Zwingers erstreckte sich die Nikolaivorstadt und das Neißeufer. Die Vorstadt lag außerhalb der Stadtmauer und war nur unzureichend gesichert. Zwinger und Hotherbastei boten daher einen zusätzlichen Schutz.


Ochsenbastei

... ist ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung südlich der Peter- und Paulkirche. Das ursprüngliche „Tor an der Kahle“ wurde 1834 abgebrochen. Der Rundbau der Bastei und der Ochsenzwinger blieben erhalten. Den Namen hatte der Zwinger von der Viehweide am Ufer der Neiße. Der Eingang zur Ochsenbastei liegt an der Uferstraße und der Ausgang an der Bergstraße.

Kaisertrutz

Kaisertrutz Görlitz

ist eine von ehemals 32 Basteien der Verteidigungsanlagen. Heute sind noch vier erhalten. Sie wurde 1427 als Teil des Budissiner bzw. Reichenbacher Tores errichtet. 1490 baute man auf dem Wall das „große Reichenbacher Rondell“, der Kaisertrutz, zur Sicherung der Handelsstraße Via Regia gebaut.

1485 erbaute man den Wehrgang auf dem zylindrischen Oberturm. 1521 wurde der Reichenbacher Turm durch zwei Schildmauern mit der Kaisertruz verbunden und die Turmspitze 1782 durch eine kupfergedeckte Barockhaube ersetzt. Der Abbruch der Stadtbefestigung und des Tors erfolgte ab 1862. Der Turm erhielt ab 1935 eine Restaurierung und 1953 wurde ein Aussichtsturm und Teil der Städtischen Kunstsammlungen.

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