Bischofswerda in der Westlausitz

Bischofswerda in der Westlausitz

Bischofswerda ist eine Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen und befindet sich ca. 30 km östlich von Dresden. Der Ortsname ist mittelhochdeutschen Ursprungs und bedeutet „Siedlung des Bischofs am Wasser“. Dies bezieht sich auf das Flüsschen Wesenitz, welche vom Hohwald kommend zur Elbe fließt. In der Umgebung ist der Name „Schiebock“ gebräuchlich. Dieses stammt aber nicht vom Schubkarren ab, sondern vom sorbischen Ortsnamen Přibok (Pschiebock, an der Seite der Alten Straße). Bischofswerda wird auch als „Tor zur Oberlausitz“ bezeichnet und liegt in der Westlausitz zwischen Westlausitzer Bergland, Oberlausitzer Gefilde und Lausitzer Bergland.

Sehenswürdigkeiten

  • Rathaus am Markt: 1763 wurde das alte Rathaus von 1549 abgebrochen. Seiner Grundmauern wurden 2007 bei Bauarbeiten auf dem Altmarkt wieder aufgefunden und in die neue Marktplatzgestaltung einbezogen. Der Neubau des jetzigen Rathauses, erfolgte nach einem Entwurf von Thormeyer stammt von 1818.
  • Christuskirche: Sie wurde nach dem Stadtbrand von 1813 ebenfalls von Gottlob Friedrich Thormeyer wiederaufgebaut. Dieser bezog gotischen Stützpfeiler auf der Südseite mit ein. Die heutige Innenraumgestaltung stammt von den Architekten Lossow & Kühne von 1926.
  • Bischofssitz: Erbaut im Klassizismusstil mit einem rundem Treppenturm und einer Welscher Haube. Heute befindes sich hier das Amt für Kultur, Marketing und Tourismus, das Amt für Bildung, Jugend und Sport, die Stadtbibliothek und die Carl-Lohse-Galerie.
  • Tierpark: 1957 erfolgte die Eröffnung als Kleintierpark. Er ist mit einem Hektar der „kleinsten Zoo Sachsens“. Es werden sechzig verschiedene Arten rund um das Leitthema „Der Bär“ und die Schwerpunktthemen „Tiere mit uns“ (Haustiere) sowie „Tiere um uns herum“ (Wildtiere) gezeigt.

Bischofswerda Rathaus

Aus der Stadtgeschichte

Es wird angenommen, dass die Gründung Bischofswerdas bereits zwischen 1000 und 1100 erfolgte, noch vor der Welle der Kolonisation. Der Bischof Benno von Meißen soll den Flecken Werda 1076 zur Stadt erhoben und einen Kirchenbau veranlasst haben, welches nicht zu beweisen ist. Im Jahr 1227 wird Bischofswerda zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1229 wurde bereits eine Pfarrkirche genannt. In dieser Zeit entstand auch der Marktplatz. 1286 erfolgt der Bau des Stadtturms (Fronfeste) der Ringmauer und das ersten Rathaus. Zwei Jahre später erhielt Bischofswerda seine erste Stadtmauer, welcher erst 1361 in einer Urkunde als civitas bezeichnet wurde.

Nach der Verleihung des Marktrechtes 1406 entwickelte sich die Stadt von einem Handwerker- und Handelsstädtchen zu einem Markt- und Wallfahrtsort. So besaß die damalige Hauptkirche neun Altäre.
1429 brannten die Hussiten nach der Eroberung die Stadt nieder. 1469 ereignete sich der zweite Stadtbrand. An der Wesenitz wurden mehrere Mühlen errichtet.
1596 brannte die Stadt erneut nieder. Im 16. Jahrhundert trat fünfmal die Pest auf. 1631 und 1632 forderte sie 660 Menschenleben. Die größte Katastrophe ereilte Bischofswerda am 12. Mai 1813 als nach dem Gefecht von Schmiedefeld die Franzosen die Stadt besetzten und nach Plünderungen die gesamte Stadt innerhalb der Stadtmauer, außer 3 Gebäuden, abbrannten.

Die geschlossene Innenstadtbebauung nach 1813 ist fast vollständig erhalten. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Dresden-Görlitz und der Inbetriebnahme des Bahnhofes Bischofswerda 1845 wurden in der Folge Handwerksbetriebe modernisiert und neue Fabriken entstanden, wie die Tuchfabrik, Zigarrenfabrik, Glasfabrik, Gerbereien, Riemenfabrik, Armaturenfabrik, Landmaschinenfabrik, Möbelfabrik. Die Bevölkerung wuchs auf ca. 13.000 Einwohner an.
Von 1952 bis 1994 war Bischofswerda Kreisstadt des Kreises Bischofswerda.

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