Stadt Olbernhau im Erzgebirge

Stadt Olbernhau im Mittleren Erzgebirge

Die Stadt Olbernhau liegt im Mittleren Erzgebirge an der Grenze zur Tschechischen Republik. Sie erstreckt sich über sieben Täler. Das Stadtzentrum ist im Flöhatal und ist von Bergen zwischen 700 m bis 900 m Höhe umgeben. Weitere Ortsteile befinden sich im Schweinitztal, Natschungtal, Bielatal, Rungstocktal, Bärenbachtal und Dörfelbachtal. Olbernhau ist als "Familienfreundlicher Ort" zertifiziert.
Die Symbolfigur der Stadt ist das "Olbernhauer Reiterlein", das schaukelnd von der Geschichte der Spielzeugmacher erzählt.

Vom 12. zum 13.08. 2002 verwüstete das schlimmste Flöha-Hochwasser der Geschichte die Innenstadt und alle Häuser zu beiden Seiten des Flusses. Durch Spenden aus ganz Deutschland konnten die Schäden, die sich auf mehrere Millionen Euro beliefen, innerhalb eines Jahres größtenteils beseitigt werden.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Museumskomplex Saigerhütte in Olbernhau
Museumskomplex Saigerhütte
Stadtmuseum Olbernhau
Stadtmuseum Olbernhau
Im Flöhatal
Im Flöhatal

Besucherbergwerk "Gnade Gottes Erbstollen" diente ab 1515 zum Abbau wertvoller Buntmetalle und war Lieferant für die später errichtete Saigerhütte im Grünthal. Heute ist eine 180 Meter lange Strecke durch die ehrenamtliche Arbeit des Bergbauvereins Olbernhau ausgebaut, um die Untertagewelt für Besucher zugänglich zu machen.

Deutsch-tschechische Bergbaulehrpfad hat seinen Ausgangspunkt am Markt von Olbernhau und führt über 14 Stationen nach Deutschkatharinenberg.

 

Tourist-Information
Grünthaler Straße 5
09526 Olbernhau
Tel: 03735 602270
Internet

Wanderkarte Marienberg / OlbernhauMarienberg / Olbernhau


Aus der Geschichte von Olbernhau

Die Besiedlung des Tales erfolgte von Böhmen vom Zisterzienserkloster Ossegg aus. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1434.
Erste bergbauliche Tätigkeiten sind auf das Jahr 1511 datiert. Im Jahr 1539 wurde Olbernhau ein selbstständiger Kirchenbezirk, also das Zentrum für die Ortschaften im Gebiet des oberen Flöhatales. Die erste steinerne Kirche entstand 1590. 1875 erhielt Olbernhau Anschluss ans Eisenbahnnetz der Flöhatalbahn. 1892 wurde das erste Elektrizitätswerk Sachsens eröffnet. Am 1. Januar 1902 erhielt Olbernhau das Stadtrecht.

Olbernhau hat eine fünfhundertjährige Geschichte als Standort der Metallurgie im Erzgebirge. Es begann mit der Errichtung der Saigerhütte in Grünthal um 1534. Diese entwickelte sich zur größten Hütte im Erzgebirge, in der Silber von Kupfer durch das Saigerverfahren getrennt wurde. Später kam die Herstellung von Kupferblechen hinzu. Diese Dachbleche kamen europaweit zum Einsatz und  schmücken heute noch die barocken Bauten in Dresden.

Die Saigerhütte ist ein einzigartiges Sachzeugnis der frühneuzeitlichen Buntmetallurgie in Europa. Der Denkmalkomplex stellt eine geschlossene Industriegemeinde aus 22 funktional miteinander verbundenen Gebäuden dar.Um 1684 begann man in Olbernhau Büchsen herzustellen. 1690 wurde im Rungstocktal die erste Olbernhauer Rohrschmiede errichtet. 1708 lieferte die Gewehrmanufaktur 12.000 Gewehre an die sächsische Armee. 1815 wurde eine Pulvermühle errichtet. 1854 wurde die letzte Waffe in Olbernhau gefertigt. Heute zeugt noch eine Gießerei von der Tradition.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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