Luftkurort Oberwiesenthal

Luftkurort Oberwiesenthal


Der staatlich anerkannte Luftkurort Oberwiesenthal liegt im sächsischen Erzgebirgskreis an der Grenze zu Tschechien am Fuß des Fichtelbergs. Sie ist mit 914 m ü. NN. die höchstgelegenste Stadt Deutschlands und das größte und beliebteste Wintersportzentrum im Erzgebirge.

Höchste Erhebung ist der Fichtelberg mit 1.215 m ü. NN und gleichzeitig der höchste Berg Sachsens. Bedeutende Berge in der Umgebung sind der Keilberg (Klínovec) mit 1.244 m ü. NN - höchster Berg des Erzgebirges, der Kleine Fichtelberg und der Eisenberg beide über 1000 m.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Fichtelberg Schwebebahn: Die Bahn ging 1924 in Betrieb. Sie ist die älteste Luftseilbahn in Deutschland und überwindet 300 Höhenmeter, hat eine Länge von 1.175 m und eine maximale Steigung von 37,9 %. 2012 wurde die Bahn generalsaniert.

Fichtelbergbahn: Eine Urlauberattraktion ist die Fahrt mit der von einer Dampflok betriebenen Bahn. Die Schmalspurbahn fährt von Cranzahl im Sehmatal bis nach Oberwiesenthal durch die Wälder und das Pöbelbachtal nach Oberwiesenthal.

Aussichtstürme: - auf dem Fichtelberg am Fichtelberghaus mit Turm  (42 m hoch) befindet sich ein kleinem Museum und - auf dem Bärenstein (27 m hoch) mit Panoramablick auf die Talsperre Cranzahl und auf die Waldregion des Pöhlbach- und Sehmatals.

Wintersportzentrum:  Die Gebiete um den Fichtelberg und um den benachbarten Keilberg in Tschechien sind  sehr schneesicher. Es gibt 6 Sprungschanzen und am Fichtelberg ist die Skilanglaufarena.
Schon zu DDR-Zeiten trainierten hier zahlreiche Olympiasieger wie Jens Weißflog, Ulrich Wehling und Sylke Otto. Im Olympiastützpunkt und im Sportgymnasium bereiten sich auch heute talentierte Skispringer, Skilangläufer, Biathleten, Nordisch Kombinierte und Rennrodler auf ihre internationalen Auftritte vor.

Die Pisten am Hang des Fichtelberges sind gut mit der Bergseilbahn zu erreichen. Die zahlreichen Skiliften werden intensiv genutzt.

Wiesenthaler K3: Die Ausstellung "Gipfelstürmer - Ein Thal erobert die Welt" informiert über die Geschichte der Stadt und ihrer erfolgreichen Sportler. Im Museum kann der Besucher erfahren, wie sich der "Fluch Schnee" zum "Weißen Gold" entwickelte.

1. Räuchermannmuseum: Museum befindet sich in Sehmatal OT Cranzahl und es werden ca. 2000 Räuchermann Exponate aus dem Erzgebirge gezeigt.

Suppenmuseum: Drei Küchen im Stil der Jahre 1910, 1930 und 1960 vermitteln dem Besucher in Deutschlands einzigem Suppenmuseum, wie zu unterschiedlichen Zeiten gelebt, gekocht und gearbeitet wurde. Ca. 3000 Exponate in sieben Räumen im ehemaligen Rathaus von Sehmatal-Neudorf erzählen ihre Geschichte.

Schauwerkstadt "Zum Weihrichkarzl": Besucher erleben in Sehmatal-Neudorf, wie echte erzgebirgische Räucherkerzchen nach alten Familienrezepten entstehen.

Aussichtsberg Bärenstein:
... liegt auf dem halben Weg von Annaberg- Buchholz nach dem Kurort Oberwiesenthal. Im Ort Bärenstein biegt man nach rechts von Bundesstraße ab. Vor dem Bergwald ist ein Parkplatz. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick nach Süden in Richtung Fichtelberg und Keilberg.
Auf dem Gipfelplateau angekommen, steht das Gasthaus mit einem Aussichtsturm. Es führt ein Wanderweg um den Gipfel des Tafelberges, von wo der Besucher einen guten Ausblick nach Annaberg, ins Sehmatal und über die Berge des Oberen Erzgebirges hat.

Der beliebte Fernwanderweg „Kammweg Erzgebirge-Vogtland“ führt über Oberwiesenthal.

Rathaus und Postmeilensäule von Oberwiesenthal
Rathaus und Postmeilensäule von Oberwiesenthal

Verkehrsanbindung:
Oberwiesenthal ist von Chemnitz und der BAB 72, sowie von Annaberg-Buchholz aus über die Bundesstraße 95 zu erreichen. Südlich von Oberwiesenthal ist der Straßengrenzübergang nach Tschechien zu den Orten Boží Dar, Jáchymov, Ostrov und Karlovy Vary.

Gästeinformation I Markt 8, 09484 Kurort Oberwiesenthal I www.oberwiesenthal.de

Zur Stadt Oberwiesenthal gehören fünf Ortsteile (unterstrichen)

Die Neustadt am Wiesenthal wurde 1527 von den Herren von Schönburg aufgrund von Silberfunden als Bergstadt gegründet. 1530 erhielt der Ort das Stadtrecht und wurde 1550 von den Wettinern übernommen. 1921 wurde Oberwiesenthal mit dem talwärts gelegenen Unterwiesenthal, das 1406 erstmals als Wizinthal urkundlich erwähnt wurde und bereits seit 1510 Stadtrechte besaß, vereinigt. Unterwiesenthal liegt am Pöhlbach, quer durch den Ort führt die Bundesstraße 95. In Unterwiesenthal ist eine Bahnstation der Schmalspurbahn Cranzahl – Kurort Oberwiesenthal.

Hammerunterwiesenthal entwickelte sich aus dem Hammerwerk Schlössel, welches 1560 im Besitz der Nürnbergischen Gesellschaft war. Unterhalb des Werks bestand eine Mühle mit zwei Gängen. Um 1612 ließ der Besizer ein Hochofen errichten. Um 1700 bestand das Hammerwerk aus einer Blechhütte, einer Stabhütte, einem Zinnhaus und einem Beizgewölbe. 1756 wird das Schlössel nur noch als Stabhammer bezeichnet, während 1777 wieder von einem Hochofen und zwei Frisch- und Stabfeuern die Rede ist. 1786 entstand unter der Familie Irmscher ein Drahtwerk. 1821 wurde es stillgelegt und versteigert. Die Hütte wurde 1848 teilweise abgetragen und der Besitz fortan nur noch als Hammergut weiterbetrieben.
Bei Hammerunterwiesenthal befindet sich ein Kalkbruch, auf dem mindestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts Kalk gebrochen wurde und der heute wegen der dort vorherrschenden Vegetation unter Naturschutz steht.

Ein kleines, rot angestrichne Wohnhaus mit Scheune stand auf dem Scheitelpunkt (mundartlich "Kepp" für Kuppe) der als Vierenstraße genannten Verbindungsstraße von Neudorf nach Oberwiesenthal in einer Höhenlage von 979 Meter und wurde schon bald Rotes Vorwerk genannt. Es hatte eine markante rote Farbe, damit die Fuhrleute auch bei starkem Nebel den Ort erkannten. Heute ist hier ein großer Wanderparkplatz.

Neues Haus ist der Name eines zu Beginn des 18. Jh. entstandenen einzeln stehenden Gebäudes im Sattel zwischen Fichtelberg und Keilberg, am Pass der Poststraße zwischen Oberwiesenthal und St. Joachimsthal. In der Nähe des Neuen Hauses stand bereits 1528 Göftels Haus, sozusagen das Alte Haus. Mit der Zunahme des Fremdenverkehrs im ausgehenden 19. Jh. wurde das Neue Haus Ausflugsziel und Sommerfrische, außerdem Wintersportplatz und Hörnerschlittenstation. Heute wird das Neue Haus als Berggasthof genutzt.