Marienberg im Erzgebirge

Bergstadt Marienberg im Erzgebirge


Die Große Kreisstadt Marienberg liegt im nördlichen Mittleren Erzgebirge auf einer Hochfläche. 1875 erfolgte der Anschluss ans Bahnnetz der Flöhatalbahn.
Der Ort war von 1874 bis 1939 Sitz der Amtshauptmannschaft, aus der 1939 der Kreis Marienberg entstand. Dieser ging 2008 im Erzgebirgskreis auf.

Marienberg ist bekannt für seinen historischen Grundriss. Die völlig symmetrische Anlage der Stadt entstand nach Vorbild der Renaissance. Den Entwurf entwickelte 1521 Ulrich Rülein von Calw, ein Professoer der Mathematik und Doktor der Medizin.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele um Marienberg

Historische Stadtkern:
Der Marktplatz ist quadratisch angelegt und ein Hektar groß. Das rechtwinklige Straßennetz breiten sich in alle vier Himmelsrichtungen aus.
Die spätgotische Hallenkirche St. Marien wurde von 1558 bis 1564 erbaut.
Der Roter Turm ist der letzte Turm von ursprünglich vier Ecktürmen der Stadtmauer und das Zschopauer Tor ist das letzte Tor von ursprünglich fünf Stadttoren.

Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge
... befindet sich seit 2006 im Bergmagazin Marienberg. Die hier präsentierte Dauerausstellung ist dank ihres deutsch-tschechischen Charakters einmalig in der Region.

Ausstellungen Böttcherfabrik
... befindet sich in einer ehemaligen Holzwarenfabrik im Oberen Grund des Ortsteiles Pobershau. Es gibt 3 Dauerausstellungen.

Galerie „Die Hütte“
... Skulpturen in Holz wider das Vergessen - die besondere Schnitzausstellung würdigt das Lebenswerk des Holzschnitzers Gottfried Reichel aus Pobershau.

Pferdegöpel auf dem Rudolphschacht in Marienberg / OT Lauta
... Besucherbergwerk mit funktionsfähiger historischer Fördereinrichtung

Molchner Stolln
... ist ein Schaubergwerk, war früher ein Silber- und Zinnbergwerk in Pobershau

Roter Turm in MarienbergRoter Turm an der Stadtmauer

Hirtstein - ein erloschener Vulkan

Hirtstein im Erzgebirge

Der Aussichtspunkt ist ein erloschener Vulkan bei Satzung im oberen Erzgebirge unweit der deutsch-tschechischen Grenze. Er ist 890m ü. NN hoch.
Interessant ist er wegen seiner geologisch bemerkenswerten Basaltlager-Felsformation, die durch einen Steinbruch freigelegt wurde. Es ist ein durch Basalt-Intrusion entstandener Basaltfächer. Vergleichbar mit einem überdimensionalen Blumen- oder Palmfächer erhielt er im Mai 2006 von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover als eines von 77 bedeutenden Geotope in Deutschland ein Prädikat. Auf dem Gipfel befindet sich eine historische Königlich-Sächsische Triangulationssäule von 1863.

Vom Gipfel des Hirtsteines hat man nach Osten und nach Westen über den Kamm des Erzgebirges einen weiten Ausblick. Die Hirtsteinbaude ist schon von weitem zu sehen und lädt zu jeder Jahreszeit den Wanderer ein.

Hirtenstein - ein erloschener Vulkan

Aus der Geschichte von Marienberg

Die Stadt Marienberg entstand an der Stelle des Dorfes Wüstenschletta, welches im 14. Jahrhundert erstmals in einer Urkunde genannt wurde. 1519 wurde im Hüttengrund durch Clemens Schiffel die ersten Silberfunde gemacht und 1520 die erste Fundgrube „St. Fabian Sebastian“ an Schiffel verliehen. Auf Weisung von Herzog Heinrich dem Frommen erfolgte 1521 die Stadtgründung. Der Stadtplan wurde wie in Annaberg von Ulrich Rülein von Calw entworfen. Am 19.12.1523 wurde das Stadtrecht und Bergrecht verliehen, Marienberg hatte ein eigenes Bergamt. Eine Lateinschule wird ab 1530 erwähnt. Mitte des 16. Jh. waren über 1000 Zechen im Marienberger Revier nachweisbar.

1610 kam es zu einem verheerenden Stadtbrand, dem fast alle 550 Häuser zum Opfer fielen. Nach dem Niedergang des Silberbergbaues begann der Kupfer- und Zinnbergbau.
Ab 1696 ist die Stadt Garnisonsstadt. Zur Verbesserung der Ernährungslage der Bergleute wurde 1806-1809 ein Bergmagazin erbaut. Heute ist in ihm das Museum über das Erzgebirge untergebracht.
1835 wurde die baufällige Stadtmauer bis auf das Zschopauer Tor und den Roten Turm abgetragen.

Tourist-Information Bergstadt Marienberg, Markt 1, 09496 Marienberg, www.marienberg.de