Dippoldiswalde im Erzgebirge

Dippoldiswalde im Osterzgebirge


Dippoldiswalde Dipps genannt, ist eine Große Kreisstadt mit 10.000 Einwohnern im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie liegt im nördlichen Erzgebirgsvorland an der Roten Weißeritz, 20 km südlich von Dresden an der Bundesstraße nach Teplice (Böhmen). Der Legende zufolge geht der Name auf einen Einsiedler oder Lokator namens Dippold zurück, der in der Dippoldiswalder Heide gelebt haben soll.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Historischer Altstadtkern
... mit Marktplatz und spätgotischem Rathaus

Dippoldiswalder Schloss
... wurde um 1200 als Markgrafenburg auf einem Bergsporn angelegt. Das heutiges Erscheinungsbild ist seit dem 16./17. Jahrhundert. Neben dem Amtsgericht findet man hier die Galerie Osterzgebirge. In den sechs ältesten Räumen werden etwa 300 Werke der Bildenden Kunst zum Thema „Menschen und Landschaft des Osterzgebirges“ präsentiert.

Stadtkirche St.Marien und Laurentius
... ist eine gotische Hallenkirche mit romanischem Westturm und frühbarocker Ausmalung und einer mittelalterliche Betsäule vor der Kirche

Lohgerbermuseum
... das Lohgerber-, Stadt- und Kreismuseum befindet sich in einer um 1750 erbauten Lohgerberei. Vorgestellt wird das Gerberei-Handwerk, die Stadtgeschichte und die Regionalgeschichte des Osterzgebirges. Eine alljährliche Weihnachtsausstellung zeigt osterzgebirgische Volkskunst und viele mechanisch betriebene Modelle.

Weißeritztalbahn
... ist die dienstältesten noch fahrenden Schmalspurbahn Deutschland und führt von Freital-Hainsberg durch das Tal der Roten Weißeritz bis nach Kipsdorf im Osterzgebirge. Die Strecke wurde beim Augusthochwasser 2002 schwer beschädigt. Seit Dezember 2008 fährt die Bahn wieder von Freital bis Dippoldiswalde. Die Strecke bis Kipsdorf ist fertiggestellt und wurde planmäßig 2017 in Betrieb genommen.

Talsperre Malter
... ist als Naherholungszentrum um den Stausee ein beliebtes Erholungsgebiet im Osterzgebirge. Baden und Freizeitsport sind möglich. Es gibt vier Strandbäder, zwei Campingplätze und mehrere Ruderbootverleihe. In Paulsdorf befindet sich ein Erlebnis-Hallenbad mit Sauna.

Reichstädter Mühle
... ist eine Holländer-Windmühle und die kleinste und am höchsten gelegene Windmühle Sachsens. 1850 erbaut, war sie bis 1883 in Betrieb und wurde 1959 unter Denkmalschutz gestellt. 1982 begannen Rekonstruktionsmaßnahmen und ein Jahr später konnte die Öffentlichkeit die Reichstädter Windmühle wieder als Schauanlage und technisches Denkmal nutzen.

Stadtkirche von Dippoldiswalde
Stadtkirche St.Marien und Laurentius

Aus der Geschichte

Dippoldiswalde wurde um 1160 durch die Burggrafen von Dohna gegründet. Die Nikolaikirche, 1218 gebaut, diente als Dorfkirche.

Der Ort wechselte um 1266 in den Besitz der Meißner Markgrafen. Im Rahmen von Sanierungs- und Sicherungsarbeiten an Altbergbauanlagen wurden verfüllte hochmittelalterliche Silberbergwerke entdeckt, die bereits seit um 1185 in Betrieb waren. Das älteste datierte Grubenholz stammt aus dem Jahr 1170. Im Jahr 1300 wurden neue Silbergruben eingerichtet, bekannt durch den Silberzehnten an das Kloster Nimbschen. 1401 besetzte Markgraf Wilhelm I. in der Dohnaischen Fehde Dippoldiswalde und beendete die Verlehnung an die Burggrafen von Dohna. Um 1470 nahm der Bergbau einen erneuten Aufschwung.

1632 erlitt die Stadt schwere Schäden im Dreißigjährigen Krieg. Durch die Markgrafenburg hatte Dippoldiswalde als Amt frühzeitig Bedeutung als Herrschafts-, Verwaltungs- und Marktzentrum. Folgerichtig wurde die Stadt 1874 Sitz der neuen Amtshauptmannschaft. Bis 2008 war Dippoldiswalde Zentrum des Weißeritzkreises.

Touristinformation, Markt 2, 01744 Dippoldiswalde, www.dippoldiswalde.de