Kurort Bad Schlema - das Radonheilbad des Erzgebirges

Bad Schlema mit Radonheilbad im Erzgebirge

Der Kurort Bad Schlema ist eine Gemeinde im Erzgebirgskreis und gehört zusammen mit Aue, Lößnitz, Lauter-Bernsbach, und Schneeberg zum Städtebund Silberberg. Der Ort liegt im Tal des Schlemabaches, welcher in die Zwickauer Mulde mündet. Ortsteile sind Oberschlema, Niederschlema und Wildbach.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

  • Gesundheitsbad: Die radon- und solehaltigen Therapiebeckenderen besitzen im Innen- und Außenbecken bis zu 36°C warmes Wasser und Massagedüsen. Entspannung verspricht ein Aufenthalt in der angeschlossenen Sauna- und Wellnessoase.
  • Erste authentische Ayurveda-Center Sachsens
  • Museum Uranbergbau: Traditionsstätte des Sächsisch-Thüringischen Uranerzbergbaus
  • Besucherbergwerk "Markus Semmler": Faszination Bergbau im Schacht 15IIB mit Seilfahrt im Schacht und Bergwerksführung
  • Schachtkomplex 371 Alberode

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Gesundheitsbad Bad Schlema

Aus der Geschichte

Als 1908 bis 1912 im Oberschlemaer Marx-Semler-Stolln starke Radonquellen erschlossen wurden, entwickelte sich der Ort nach 1918 rasch als das stärkste Radiumbad der Welt. Ab 1924 durfte die Gemeinde Oberschlema den Titel „Radiumbad Oberschlema“ führen. Der Kurort zählte 1943 über 17.000 Kurgäste. Radon besitzt entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften, stärkt das Immunsystem.

Mit der im Jahr 1946 erfolgten Aufnahme des Uranerzbergbaues durch das Objekt 02 der SAG Wismut wurde der Kurort Radiumbad Oberschlema zum Bergbauzentrum im Westerzgebirge. Infolge des oberflächennahen Abbaues des Urans begann ab 1949 die Absenkung des Oberschlemaer Talbereiches. Ab Mai 1952 begann daraufhin der Abbruch des gesamten Ortskerns mit Kirche, Gemeinde- und Kurzentrum. Die Stilllegung der Bahnlinie erfolgte am 1. August 1952. Alle erschlossenen Radonquellen waren nun durchkreuzt und versiegten.

Im Jahr 1644 wurde in Oberschlema das Blaufarbenwerk errichtet, welches später mit 42 Gebäuden das größte Blaufarbenwerk der Welt wurde. Im Industriezeitalter entwickelten sich auch die Buntpapierindustrie, das Stickereiwesen und ein Emaillierwerk entstand, in Niederschlema der Maschinenbau, die Papier- und die Textilindustrie. Niederschlema erhielt 1858 einen Bahnhof an der Bahnlinie Zwickau-Schwarzenberg.

Am 16. Juli 1955 kam es unter Tage zu einem schweren Unglück, das 33 Tote und über 100 Verletzte forderte. Unter den Opfern waren viele Rettungskräfte.
Aufgrund des Uranerzbergbaues wurde 1952 der Stadtkreis Schneeberg mit den Ortsteilen Ober- und Niederschlema gegründet. 1958 wurde der Kreis wieder aufgelöst und Schlema kam zum Kreis Aue. Bis 1990 förderte die SDAG Wismut fast 80.000 t reines Uran aus dem Schlema-, Silberbach- und Muldetal.

Nach dem Ende des Bergbaus 1991 begann die Wiederbelebung als Kurort, die 1998 mit der Eröffnung des neuen Kurhauses Wirklichkeit werden konnte. Die neu erschlossenen Radonquellen ermöglichen einen großzügigen Badebetrieb, den täglich bis zu 1.000 Gäste im Gesundheitsbad Actinon nutzen.
1994 wurde die Gemeinde Wildbach eingemeindet. Am 18. Januar 2005 verlieh die sächsische Staatsregierung dem Kurort Schlema das Prädikat Bad.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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