Ortsteil Thürmsdorf

Blick vom Rauenstein

Thürmsdorf liegt am Fuße des 338 m hohe Kleinen Bärensteins in der Nähe der Festung Königstein und wird vom Pehnabach durchzogen. Die Fluren um Thürmsdorf werden grösstenteils landwirtschaftlich genutzt, insbesondere die Hanglagen am Rand der Flur sind bewaldet. Rund anderthalb Kilometer südöstlich von Thürmsdorf, von vielen Stellen im Ort aus sichtbar, erhebt sich der markante Königstein. Vom Elbhang bei Thürmsdorf aus, an dem sich alte Sandsteinbrüche befinden, bieten sich schöne Aussichten zum Lilienstein und ins Elbtal. Mit dem Malerweg verläuft eine bedeutende überregionale Wanderroute durch Thürmsdorf.

Sehenswertes und Ausflugsziele

Pehnafall befindet sich unterhalb des Dorfes und ist mit etwa 20 Metern Gesamtfallhöhe, davon etwa 12 Meter an einem Stück, der höchste Wasserfall in der Sächsischen Schweiz.

Schloss Thürmsdorf ist ein schlossähnliches Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes. Seine schön angelegte Parkanlage mit zahlreichen seltenen unter Naturschutz stehenden Bäumen und Sträuchern erstrecken sich bis zum Gebiet der Bärensteine. Die Sandsteinterrasse und die Ruhebänken stehen unter Denkmalschutz. Alljährlich zu Ostern werden Ritterfestspiele im Schlosspark veranstaltet.

Mausoleum am Elbhang Thürmsdorf befindet sich oberhalb der alte Sandsteinbrüche und bietet eine schöne Aussichten zum Lilienstein und ins Elbtal.

 

Geschichtliches

Erstmals erwähnt wurde Thürmsdorf im Lehnsbrief von 1420, in dem Friedrich von Rottwerndorf neben Kleinstruppen auch das Vorwerk „Termestorff“ erhielt. Eingepfarrt war und ist der Ort nach Königstein. Grundherrschaftlich unterstand Thürmsdorf 1554 dem Rittergut Kleinstruppen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bestand in Thürmsdorf selbst ein Rittergut, dessen Besitzer die Grundherrschaft und Erbgerichtsbarkeit ausübten und als dessen Sitz sich das Thürmsdorfer Schloss herausbildete. Neben der Landwirtschaft bestimmte die Tätigkeit als Elbschiffer oder als Steinbrecher das Erwerbsleben.

1973 wurde Weißig nach Thürmsdorf eingemeindet. Am 1. Januar 1994 schloss sich die Gemeinde mit Struppen und Naundorf zur Gemeinde Struppen zusammen.

Ortsteil Naundorf

... liegt im Norden der Struppener Ebenheit, am Steilhang zur Elbe, wo sich auch alte Sandsteinbrüche befinden. Benachbart ist der Wehlener Ortsteil Pötzscha. Naundorf ist Ausgangspunkt für Aufstiege zum Großen und Kleinen Bärenstein und auf den Rauenstein. Über 20 Klettergipfel bieten ein Betätigungsfeld in allen Schwierigkeitsgraden.
Von 1919 bis 1932 lebte der Maler Robert Sterl in Naundorf.

Geschichtliches

Erstmals erwähnt wurde Naundorf 1420 in einem Lehnsbrief für Friedrich von Rottwerndorf als „Nuwendorff“. Allein in Sachsen gibt es rund 40 gleichnamige Orte !
Im Jahr 1875 wurde der Ort als „Naundorf bei Pirna“ bezeichnet. Eingepfarrt war und ist der Ort ins benachbarte Struppen. Es unterstand bis ins 19. Jahrhundert dem Rittergut Kleinstruppen. Neben Bauern und ihrem Gesinde zählten auch Steinbrecher zu den Einwohnern.
Zu Naundorf gehörte zudem das im 19. Jahrhundert errichtete, nicht erhalten gebliebene Berggasthaus auf dem Kleinen Bärenstein.
In einem Haus oberhalb von Pötzscha lebte längere Zeit der Maler des Impressionismus Robert Sterl. Dieser wurde durch seine Steinbrecherbilder weithin bekannt. Das ehemalige Robert-Sterl-Haus ist als Museum ausgestaltet.

1994 schloss sich die Gemeinde mit Struppen und Thürmsdorf zur Gemeinde Struppen zusammen

Ortsteil Weißig

... liegt am Ostrand der Struppener Ebenheit, östlich der Bärensteine und des Rauensteins. Von Thürmsdorf kommend, führt die Straße durch Weißig nach Oberrathen. Der Ort soll bereits vor der deutschen Siedlungsnahme als Slawenweiler existiert haben. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1431 in der Leibgutsverschreibung. Der Ortsname ist von wysoki (altsorbischen für hochliegend) abgeleitet und weist auf die Lage des Dorfes hin.

Wirtschaftliche Grundlage des kleinen Dorfes (Größe: 290 Hektar) war über Jahrhunderte die Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreide, Kartoffeln und Futterpflanzen. Die Bauernhöfe wurden in zwei Bögen um den Kessel des Taleinschnitts der Quellmulde erbaut. Das alte Ortsbild des Rundplatzdorfes steht seit 1993 unter Denkmalschutz.
Die touristische Entwicklung lässt sich bis 1880 zurückverfolgen. Damals erfolgte die erste Zimmervermietung im damaligen Erbgericht. Einen Aufschwung nahm die Entwicklung zum Ferienort allerdings erst nach 1945. Heute verläuft der Malerweg, ein Hauptwanderweg im Elbsandsteingebirge, durch Weißig.

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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