Ortsteile von Königstein

Ortsteile von Königstein - linkselbig

Zur Stadt Königstein gehören die Ortsteile Halbestadt und Ebenheit auf der rechten Elbseite und Pfaffendorf, Leupoldishain und Hütten auf der linken Elbseite.

Auf der linken Seite

Pfaffendorf

Pfaffendorf ist ein Reihendorf mit Waldhufenfluren. Noch zahlreiche Bauerngüter, meist Dreiseithöfe mit einem Fachwerkobergeschoss zeugen von einer bäuerlichen Vergangenheit. Seinen Namen erhielt der Ort, weil seine Einwohner im Mittelalter den Königsteiner Pfaffen Zinsen zahlen mussten.

Der Ort wird geprägt vom Pfaffenstein (434 m ü. NN) mit seiner berühmten 46 m hohen Felsnadel - die Barbarine, dem Wahrzeichen der sächsischen Schweiz. Funde belegen, dass sich auf dem Pfaffenstein eine bronzezeitliche Siedlung befand. In der Nähe des Tafelberges gibt es ein großes Sandsteinplateau - den Quirl, der wegen seiner Höhlenbildung bedeutsam ist.

Leupoldishain

Nikolsdorfer Wänden mit Labyrinth

... entstand um 1379 auf der Struppener Ebenheit ca. 3 km südwestlich der Festung Königstein. Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft den Ort. 1904 wurde der kleine Ort Nikolsdorf eingemeindet. Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich hier auch der Tourismus. Geologische Untersuchungen ergaben Funde von Pechblende unter dem Sandsteinmassiv. Ab 1963 entstand im Wald westlich der Festung Königstein der Betrieb Leupoldishain der SDAG Wismut. Bis 1990 wurden hier ca. 18.000 t Uran ausgebracht. Bis heute ist die Sanierung des stillgelegten Bergwerkes nahezu abgeschlossen.

Neben dem Bergbaugelände entstand das neue Gewerbegebiet Leupoldishain, in welches viele hochwassergefährdeten Königsteiner Betriebe zogen.

Empfehlenswert vor allem für Kinder ist eine Wanderung zu den Nikolsdorfer Wänden und zum Labyrinth.
In Nikolsdorf entstand ein Campingplatz.

Ortsteil Hütten

... liegt im Tal der Biela, die hier im großen Bogen den Quirl umfließt. Im Bielatal unterhalb der Festung sind seit 1445 Hüttenwerke – Eisenhämmer nachgewiesen. Hier gab es Eisenhämmer, die vor allem Berggießhübler Eisenerz und Brauneisenstein aus der Sächsischen Schweiz verarbeiteten. Dieses ist als Pirnsches Eisen bekannt. In Hütten entwickelten sich weitere Betriebe, zahlreiche Sägemühlen arbeiteten hier und ab dem 16. Jahrhundert eine Papiermühle. Diese existiert heute noch als eine Spezialpapierfabrik, die weltweit Banknoten, Dokumentenpapier und Wertpapiere vertreibt.

In der Nähe der Papierfabrik befand sich eine Kaltwasserheilanstalt "Bad Königsbrunn", ein bevorzugter Sommersitz der sächsischen Könige. Der erste Oberleitungsbus (Obus) der Welt fuhr im Bielatal von Königstein nach Hütten. Daran erinnern heute 24 denkmalgeschützte Haken, die in 6,5 m Höhe an den Hauswänden angebracht sind. An ihnen wurde die Oberleitung für die Busse befestigt.


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