Ortsteile der Stadt Sebnitz

Ortsteile von der Stadt Sebnitz


Die ehemalige Gemeinde Kirnitzschtal mit den fünf Ortsteilen Altendorf, Mittelndorf, Lichtenhain, Ottendorf und Saupsdorf wurde 2012 in die Stadt Sebnitz eingemeindet. Die Ortsteile Altendorf, Mittelndorf und Lichtenhain liegen auf der Bad Schandauer Ebenheit an der Staatsstraße nach Sebnitz.

Altendorf

... liegt an der Straße S 154, am Rand des Nationalparks Sächsische Schweiz, unweit von Bad Schandau. Der Ort befindet sich auf der Lausitzer Verwerfung, wo der Granit der Oberlausitz auf der Sandsteinplatte aufliegt. Mit dem Adamsberg verfügt Altendorf über einen der schönsten Aussichtspunkte auf der Ebenheit. Über die Dorfbachklamm führt der Malerweg in das Tal der Kirnitzsch und in die Hintere Sächsische Schweiz. Zum Dorf gehörte die Buttermilchmühle im Sebnitztal.
Im 11./12. Jahrhundert wurde das Quellreihendorf von Franken gegründet. Erstmals erschien es im Jahr 1445 auf einer Urkunde. Altendorf war seit Bestehen nach Lichtenhain eingepfarrt. Das Dorf war landwirtschaftlich geprägt. Ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Gäste aus dem nahen Bad Schandau. Heute ist der Tourismus ein Haupterwerbszweig.

Lichtenhain

... wurde erstmalig 1409 erwähnt. Das Zentrum von Lichtenhain, ein Waldhufendorf, befindet sich in der Quellmulde des Dorfbaches, einem Zufluss der Kirnitzsch. Es entwickelte sich zum Zentrum der Schandauer Ebenheit. Die umliegenden Dörfer gehörten zur Kirche Lichtenhain, anfänglich auch Schandau. Die Wegebezeichnung Heilige Stiege bei Schmilka lässt vermuten, dass sogar die Bewohner von Schmilka bis nach Lichtenhain zur Kirche pilgerten. Die Kirche wurde 1697/98 umfangreich umgebaut und erweitert. Im Inneren sind der dreistöckige Barockaltar mit seinen Schnitzarbeiten und die schlichte hölzerne Kanzel aus dem 17. Jh. sehenswert.

Kirche in Lichtenhain
Kirche in Lichtenhain

 

Bis in das 17. Jh. war in Lichtenhain die Wildmeisterei für das Revier der Hinteren Sächsischen Schweiz. Zum Dorf gehörten die Lichtenhainer Mühle, die Haidemühle sowie das Zeughaus. Dieses wurde um 1600 im Großen Zschand gebaut und diente im Jagdrevier für die Aufbewahrung der Netze und Jagdgerätschaften. Die Bauern mussten regelmäßig Jagdfrohndienste leisten. Die Mühlen waren mit einem Mahlgang und einem Sägegang ausgerüstet, um das Getreide der Bauern zu verarbeiten, aber auch um Bauholz aufzubereiten.

Das älteste Gebäude in Lichtenhain ist außer der Kirche heute der Vierseithof des Erblehngerichts, weitere alte Bauernhöfe sind im Niederdorf und über dem Talgrund zu finden.

Die exponierte Lage mit Blick in die Hintere Sächsische Schweiz bringt zahlreiche Touristen in das Dorf. Ein Höhepunkt im Dorfleben ist jährlich das Lichtenhainer Blumenfest.

Mittelndorf

... liegt zwischen Altendorf und Lichtenhain an der Staatsstraße 154 auf der Hochfläche zwischen der Sebnitz und der Kirnitzsch. Der Dorfkern liegt in einem rechten Seitentälchens des Kirnitzschtals. Erstmals erwähnt wurde das Dorf 1446. Zu der Zeit gehörte es den Berken von der Duba auf dem Wildenstein. Eingepfarrt war es in Lichtenhain und verwaltet vom Amt Hohnstein.
Zum Dorf gehört die seit 1518 bestehende Mittelndorfer Mühle, heute ein Gasthof mit Pension. Früher gab es im Sebnitztal noch die Sputhmühle. Sein Besitzer erfand den Bierdeckel aus Holzschliffpappe, zeitweise waren dort 120 Arbeiter beschäftigt.
Der Ort verfügt über einen Haltepunkt im Sebnitztal an der Bahnstrecke Bad Schandau Sebnitz.

Saupsdorf - Ortsteil von Sebnitz
Saupsdorf - Ortsteil von Sebnitz

Saupsdorf

... liegt auf der Grenze zwischen dem Elbsandstein und dem Lausitzer Granit. Die Ersterwähnung war 1445 in einer Urkunde. Zum Ort gehören die Räumichtmühle, die Richtermühle und die Gaststätte auf dem Wachberg. In Saupsdorf gibt es noch gut erhaltene Umgebindehäuser.

Oberhalb des Ortes ist der 496 Meter hohe Wachberg, der ein sehr weitreichendes Panorama auf die Hintere Sächsische Schweiz, die Böhmische Schweiz mit einer guten Rundumsicht bietet. Über ihn führt der Panoramawanderweg „Dr. Alfred Meiche Weg“ von Sebnitz nach Hinterhermsdorf.

Ottendorf

... liegt auf der Hochfläche zwischen Sebnitz-Hertigswalde und der Kirnitzsch östlich von Lichtenhain. Es zieht sich entlang des Dorfbachgrundes, der in das Kirnitzschtal bei der Buschmühle mündet. Der Ort wurde 1446 ersterwähnt. Es gehörte ebenfalls den Berken von der Duba. Da es in Sachsen allein 7 Dörfen gab, die von einem Lokator Otto gegründet wurden, war die Bezeichnung Hinterottendorf üblich, heute Ottendorf (Sebnitz). Eingepfarrt war und ist Ottendorf nach Sebnitz.

In Ottendorf arbeiteten einst 4 Mühlen - die Felsenmühle am Kleinen Zschand, die Neumannmühle am Großen Zschand und die Endlermühle am Dorfbach, die als Sägewerk nach Modernisierung noch in Betrieb ist. Die an der Kirnitzsch gelegene Buschmühle ist ein beliebter Gasthof und Wanderquartier der Bergsteiger.

Der Ort ist von schönem Fachwerk und Umgebindehäusern geprägt. Mehrere Fernwanderwege wie der Malerweg führen durch die Ottendorfer Flur.

Höchster Punkt ist die 367 Meter hohe Endlerkuppe südlich von Ottendorf. Von der Großsteinkanzel gibt es einen herrlichen Blick in die Felsenwelt der Hinteren Sächsischen Schweiz.

Der Ort ist über die Straße von Sebnitz Hertigswalde oder über die Kirnitzschtalstraße zu erreichen. Die Buslinie 269 der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz fährt durch Saupsdorf.