Ortsteile der Stadt Neustadt

Ottendorf

Die ersten Bauern siedelten sich am Ottendorfer Bach an. Die urkundliche Erwähnung im Jahr 1262 nennt den Ortsnamen Tutendorph. 1352 wurden zwei adligen Besitzer, Otto von Pannewitz und Hermann von Bretynbuch belehnt, dadurch das Dorf geteilt. Auf dem Rittergut Oberottendorf ist nachweislich ab 1484 die Familie von Haugwitz Besitzer. Diese verkauften an Hans Georg von Wehse. Danach gehörte es der Familie Pflugk und durch Vererbung die von Keyserlingk. Im Amtserbbuch wurde ab 1559 bei der Registrierung zwischen Oberottendorf und Niederottendorf unterschieden.

1585 gehörte Niederottendorf dem Hauptmann auf der Burg Stolpen Balthasar Wurm. 1608 erwarb es Hans Georg von Wehse, der auf dem Schloss Langburkersdorf saß. Die Familie von Schönberg übernahm 1610 vom kurfürstliche Hofbeamten von Wehse den Besitz von Niederottendorf.

Die gemeinsame Kirche befand sich in Oberottendorf am Übergang nach Niederottendorf.
Im Jahr 2012 feierte beide Ortschaften die 750 – Jahrfeier.

Berthelsdorf

... liegt südlich von Ottendorf ebenfalls an dem Lohbach. Erstmalig wurde 1432 Bertilsdorff in einer Urkunde genannt. In dieser Zeit gehörte es zum Herrschaftsgebiet des Hinko von der Duba auf Hohnstein. Der Vasall von Hermannstorff (Krumhermsdorf) war 1451 als Besitzer eingetragen. Im 16. Jahrhundert gab es mehrere Besitzwechsel (von Schleinitz, von Schönburg, von Kreyschaw). Der Hofmarschall Hans Georg von Wehse erwarb ebenfalls das Gut. Von diesem ging es durch Vererbung an die Familie von Miltitz über.

Ab dem Jahr 1539 mit der Reformation, gehörte Berthelsdorf zur Kirche von Neustadt. Im Laufe der Jahrhunderte wuchsen die Dörfer im Lohebachtal zusammen. Vom Pass am Rüdenberg bis nach Neustadt entstand eine durchgehende Bebauung. Heute wird im Tal des Ottendorfer Baches und der Lohe vor allem Landwirtschaft, Handwerk und Kleingewerbe betrieben. In jüngster Zeit entsteht das Gewerbegebiet „Am Fuchsberg“. Hinter dem traditionellen Gasthof „Erbgericht“ entstand die Gold- und Mineralienerlebnisstätte. Hier kann der Besucher mehr über die Bergbauversuche um Neustadt/Sa., im Hohwald und im Lohbachtal erfahren.

Rückersdorf

... liegt nordwestlich von Neustadt. Es ist vom Tannenberg, Wachberg und vom Haselberg umgeben. Durch den Ort fließt der Rückersdorfer Bach, auch Losse genannt, ein rechter Zufluss der Polenz. Das Waldhufendorf tauchte 1247 als Rudigersdorf erstmals in einer Urkunde auf. Es gehörte zum Bischöflichen Stiftsland. Nach der Inbesitznahme der Burg Stolpen durch Kurfürst August I. 1559 kam Rückersdorf mit dem Amt Stolpen zum Kurfürstentum.

Polenz

Aus dem Hohwald kommend, fließt die Polenz, slawisch Polica, von Ost nach West. Über 3 km entlang des Flüsschens entstand das Waldhufendorf Polenz, sogar eher als die östlich benachbarte Stadt Neustadt. Der Ort wurde 1262 erstmals in einer Urkunde genannt
Der nördlich des Flusses gelegene Teil gehörte zum Bistum Meißen, später zur Herrschaft Hohnstein. Als erster Besitzer war 1412 Hans Keseling von Hermannsdorf (Krumhermsdorf), ein Vasall des Hinko von der Duba eingetragen. 1451 fiel die Herrschaft Hohnstein an das Kurfürstentum, der sächsische Kurfürst belehnte weiter die von Hermannsdorf. Sie besaßen das Gut über 200 Jahre. Verschuldet ging das Gut 1625 an Hans Georg von Wehse.
Im Ort gab es insgesamt 3 Mühlen. Das Rittergut und Schloss, schon stark verfallen, wurde 1950 abgerissen. Kirchlich war Polenz in Neustadt eingepfarrt.1994 erfolgte die Eingemeindung in Neustadt.

Langburkersdorf

... liegt im Osten von Neustadt. Östlich ist der Hohwald. Im Süden befindet sich das Massiv des Ungers. Langburkersdorf grenzt an Tschechien. Der Oberlauf der Polenz fließt durch Langburkersdorf. Die erste urkundliche Erwähnung des Waldhufendorfes war im Jahr 1413 als Burghardsdorff.
Am westlichen Ortsrand liegt das Schloss Langburkersdorf. Der Besitzer des Rittergutes war 1423 ein Leuthold von Luttitz, Amtshauptmann von Hohnstein. Georg von Wehse erwarb 1564 das Gut. Der Schlossneubau erfolgte 1611 und blieb über 250 Jahre im Familienbesitz.

Ab 1925 übernahm die Landesversicherung Sachsen das Rittergut und betrieb ein Altersheim und versorgte mittels der Landwirtschaft die Hohwaldklinik. Von 1947 bis 1966 wurde das Schloss für Nachkuren genutzt. 1966 wurde der Kreis Sebnitz Eigentümer und 2000 erwarb die Gemeinde Hohwald das Grundstück. Seit der Eingemeindung 2007 gehört das Schloss der Stadt Neustadt in Sachsen.

Rugiswalde

... befindet sich südöstlich von Neustadt direkt an der Grenze zu Tschechien. Es liegt zwischen dem Oberlausitzer Bergland und dem Elbsandsteingebirge am Fusse des Unger (537 m). Durch Rugiswalde fließt der Frohnbach, der über den Luční potok (Heimichbach) in die Sebnitz entwässert. Fast die Hälfte der Flur ist bewaldet.
Am Eintritt des Frohnbaches in tschechisches Gebiet ist ein Wander-Grenzübergang. Östlich benachbart ist Nová Víska (Neudörfel), ein Ortsteil der nordböhmischen Stadt Dolní Poustevna (Niedereinsiedel).
Rugiswalde ist ein beliebtes Wintersportgebiet und in dieser Zeit ist ein Skilift in Betrieb.

Krumhermsdorf

... liegt südlich der Stadt Neustadt und westlich der Stadt Sebnitz. Das Dorf entstand am Oberlauf des Schwarzbachs, der vom Ungerberg zur Sebnitz fließt. Im Norden und Osten sind Teile des Gemeindegebietes bewaldet.
Seit 1432 kennt man Hermansdorff, ein Dorf in der Herrschaft Wildenstein der Berka von der Duba. 1451 übernahm Hannus Kysling zu Hermesdorff aus Heeselicht die Lehnsherrschaft. Später übernahm im 16. Jahrhundert eine Familie von Liebenau das Rittergut. Von 1694 an hielt die Familie von Lüttichau 100 Jahre das Gut im Familienbesitz.
Kirchlich gehörte Krumhermsdorf zu Neustadt in Sachsen.


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