Neustadt in Sachsen

Wilhelm Leberecht GötzingerGrabstätte von Wilhelm Leberecht Götzinger

Der Ort liegt eingebettet im Neustädter Tal der Polenz zwischen den Bergrücken des Hohwaldes und des Ungerbergs. Dies ist im Nordosten des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, nahe der Grenze zu Tschechien. Südlich der Stadt verläuft die Lausitzer Überschiebung, wo der Granit des Lausitzer Berglandes auf der Sandsteinplatte des Elbsandsteingebirges aufliegt. Von Neustadt am Rande der Sächsischen Schweiz liegt südlich der Berg Unger und nördlich davor die Götzingerhöhe. Von hier gibt es einen Gesamtüberblick über das Stadtgebiet.
Zur Stadt gehören die acht Ortsteile: Berthelsdorf, Krummhermsdorf, Langburkersdorf, Polenz, Niederottendorf, Oberottendorf, Rückersdorf und Rugiswalde.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Rathaus:
In der Mitte des Marktplatzes wurde es um 1700 erbaut. Über dem Rathausportal befinden sich das Meißner und das Neustädter Wappen. Sehenswert ist der kupferbeplankte Rathausturm mit der Uhr. Das Gebäude ähnelt einem Huthaus der Bergleute. Auf dem Markt befindet sich auch die Kursächsische Postdistanzsäule.
St.-Jacobi-Kirche:
Die neogotische evangelische Kirche ist mit ihrem Turm das höchste Gebäude. Der erste Bau war von 1346. Der älteste Teil der heutigen Kirche ist der Altarraum aus dem 16. Jahrhundert.
Älteste Wohnhaus:
Im 1616 erbaute Pfarrhaus mit einem Renaissanceportal wohnte der bekannte Erforscher der Sächsischen Schweiz, W. L. Götzinger. Im Pfarrhof befindet sich das Grab des Magister Götzinger.
Götzinger Höhe:
Aussichtsturm bietet einen wunderbaren Blick über das Neustädter Tal.
Eine aus Bronze gegossene Ziege wurde 1969 für den Kindergarten in der Götzingerstraße geschaffen, im Garten aufgestellt und diente den Kindern auch als Klettergerät. Da diese Ziege gegen die Sicherheitsvorschriften verstieß, kam sie auf die Götzingerhöhe.

Verkehrsanbindung:
- Linie SB 71 der Städtebahn befährt die Strecke Pirna – Dürrröhrsdorf-Dittersbach – Stolpen – Neustadt – Sebnitz – Bad Schandau
- Direkte Staatsstraßenverbindung führen zur B6 bei Bischofswerda, nach Stolpen, nach Sebnitz und nach Hohnstein
- Linienbus der OVPS Linie 261 befährt die Strecken nach Sebnitz und über Stolpen nach Dresden.

Mariba 300Mariba Freizeitwelt
Gold und Mineralien ErlebnisstätteGold & Mineralien Erlebnisstätte
PolenztalPolenztal
Museum Neustadt in Neustadt in SachsenHeimatmuseum

Tourismus-Service-Zentrum
Johann-Sebastian-Bach-Straße 15
01844 Neustadt / Sa.
Internet

Wanderkarte Neustadt i. Sa. und Stolpen
Neustadt i. Sachsen
5,50 €

Wilhelm Leberecht Götzinger

Er wurde 1758 in Struppen geboren. Schon als Kind interessierte er sich für die Natur und untersuchte sie. In der Höhle am Bärenstein erhielt er erste Anregungen für seine spätere Erforschung der Hinteren Sächsischen Schweiz. Als der Vater Pfarrer an die Stadtkirche wurden, siedelte 1766 die Familie nach Sebnitz über. Bis 1780 studierte er Theologie in Wittenberg. Da er nicht sofort eine Anstellung erhielt, war er für drei Jahre bis 1786 als Hauslehrer in Hohnstein tätig. In dieser Zeit entstand sein Buch über die Hohnsteiner Landschaft und erschien 1786. Ein Jahr später erfolgte die Berufung als Diakon an die St. Jakobkirche zu Neustadt/ Sachsen.
In den Folgejahren arbeitete er an seinem Buch über die Sächsische Schweiz und 1804 erschien der umfangreiche Wegweiser "Schandau und seine Umgebung oder Beschreibung der so genannten sächsischen Schweiz". Er war alle Touren selbst abgelaufen und hat eine genaue Wanderkarte gezeichnet. Er arbeitete intensiv an einer erweiterten Auflage seines Buches, welches 1812 erschien. Es enthielt eine verbesserte Wanderkarte und auch acht Kupferstiche. Ab 1811 bis zu seinem Tod 1818 war er an der Kirche zu Neustadt als Pfarrer tätig.
Zusammen mit dem Pfarrer Nicolai aus Lohmen gehört Wilhelm Leberecht Götzinger zu den bedeutenden Wegbereitern der Sächsischen Schweiz. Ihre genauen Beschreibungen und ihre Begeisterung zogen viele Besucher in die noch unbekannte, wenig erschlossene schöne Landschaft. Die von ihnen angeleiteten Fremdenführer setzten auf der Basteibrücke eine Gedenktafel.


Weitere Informationen

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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