Ortschaften in der Sächsischen Schweiz

Eine Reihe von Ortsnamen wie Sebnitz, Pirna, Postelwitz und Lohmen sowie Fluss- und Bergnamen wie Biela, Polenz, Kirnitzsch, Zschirnstein und Gohrisch sind slawischen Ursprungs. Die Häufung in Elbnähe schließt auf slawische Fischersiedlungen. Auch die Zeidlerei (Bienenzucht) war bei den slawischen Völkern weit verbreitet.
Die Wege wie der Kulmer Steig, der Tetschener Steig und die Salzstraße, die über Stolpen nach Schluckenau (Sluknov) führte, waren der Besiedlung und wirtschaftlichen Erschließung dienlich. Des Weiteren gab es die günstigen Elbquerungen bei Pirna, Wendischfähre und Postelwitz.

Ortschaften auf der rechten Elbseite

Gemeinde Lohmen

Gemeinde Lohmen

Vordere Sächsische Schweiz
Gemeinde Lohmen grenzt nördlich an den Nationalpark.

Stadt Wehlen

Stadt Wehlen

Vordere Sächsische Schweiz
Stadt Wehlen liegt 6 km elbaufwärts von Pirna.

Kurort Rathen

Kurort Rathen

Vordere Sächsische Schweiz
Rathen liegt vor dem gewaltigen Felsmassiv der Bastei.

Stadt Hohnstein

Stadt Hohnstein

Vordere Sächsische Schweiz
Stadt und Burg Hohnstein erheben sich über dem Polenztal.

Hohnstein-Orte

Orte um Hohnstein

Vordere Sächsische Schweiz
Neun Gemeinden gehören zu Hohnstein.

Stadt Stolpen

Stadt Stolpen

Nördliche Sächsische Schweiz
Stadt und Burg Stolpen liegen ca. 30 km östlich von Dresden.

Stadt Neustadt

Neustadt in Sachsen

NördlicheSächsische Schweiz
Neustadt liegt zw. Bergrücken des Hohwaldes und Ungerbergs.

Bad Schandau

Bad Schandau

Hintere Sächsische Schweiz
Bad Schandau liegt im Nationalpark Sächsische Schweiz.

Bad Schandau-OT

Ortsteile von Bad Schandau

Hintere Sächsische Schweiz
Sieben Ortsteile gehören zur Stadt Bad Schandau.

Stadt Sebnitz

Stadt Sebnitz

Hintere Sächsische Schweiz
Sebnitz liegt zw. Lausitzer Bergland und Elbsandsteingebirge.

Sebnitz-Orte

Ortsteile von Sebnitz

Hintere Sächsische Schweiz
Fünf Ortsteile gehören zur Stadt Sebnitz.

Hinterhermsdorf

Hinterhermsdorf

Hintere Sächsische Schweiz
Hinterhermsdorf befindet sich an der tschechischen Grenze.

Ortschaften auf der linken Elbseite

Stadt Pirna

Große Kreisstadt Pirna

Vordere Sächsische Schweiz
Pirna gilt als das Tor zur Sächsischen Schweiz.

Struppen

Weissig 300

Vordere Sächsischen Schweiz
Gemeinde Struppen am Rauenstein

Rosenthal-Bielatal

Rosenthal-Bielatal

Gebiet der Steine
Rosenthal-Bielatal ist ein Wander- und Klettergebiet.

Stadt Königstein

Stadt Königstein

Gebiet der Steine
Königstein liegt am Fuße einer gewaltigen Festung.

Königstein - OT

Ortsteile von Königstein in Sachsen

Gebiet der Steine
Fünf Ortsteile von Königstein

Gohrisch

Gemeinde Gohrisch

Gebiet der Steine
Gemeinde Gohrisch mit staatlich anerkannten Erholungsorte.

Reinhardtsdorf

Reinhardtsdorf-Schöna

Gebiet der Steine
Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna mit Kleingießhübel

 

Aus der Geschichte

Am schnellsten entwickelte sich Pirna. Hier kreuzte sich die Straße Stolpen–Kulm-Prag mit der Straße Dresden–Königstein und eine Elbquerung war mit einem Hafen in der Nähe. Mit der Marktentwicklung bildeten sich Stapel- und Zollrechte und Pirna wurde in kurzer Zeit die wichtigste Handelsstadt im oberelbigen Gebiet.
Holzwirtschaft, Jagd, Viehzucht und Fischfang erlangten größere Bedeutung. Die Nebenflüsse der Elbe waren Laichgewässer der Lachse.

Ab 1400 entwickelte sich in der westlichen Sächsischen Schweiz die Eisenerzgewinnung und Verhüttung um Berggießhübel/Gottleuba und im Bielatal. An Biela und Bahra entstanden zahlreiche Hammerwerke.
An den Gebirgsbächen wurden Mühlen gebaut. Sie waren in den meisten Fällen Brettmühlen und Mahlmühlen. Die notwendigen Mühlsteine gab es nicht weit entfernt in den Steinbrüchen.

Im 17. bis zum 20. Jh. war das Brechen von sächsischen Sandstein ein Hauptwirtschaftszweig. Verwendet wurde der Elbsandstein für Baudenkmäler in Dresden, in Hamburg und Kopenhagen.

Von Krippen, einem Ortsteil von Bad Schandau, entwickelte sich durch die Erfindung des Holzschliffs durch Gottfried Keller die Papierindustrie. Zwei Jahrhunderte lang waren Sebnitz, Pirna, Königstein und Heidenau die Zentren der Papiererzeugung in Sachsen.

Im 19. Jh. wurde durch die bahnbrechende Arbeit des Ingenieurs Andreas Schubert in Dresden das erste deutsche Flussdampfschiff und die erste deutsche Lokomotive gebaut.
Schon 1851 wurde die Eisenbahnstrecke nach Prag eröffnet. Das Elbtal wurde zu einer Hauptverkehrsader nach Südosteuropa.