Stadt Radebeul

Spitzhaus in Radebeul

Die Stadt ist das Herzstück der "Sächsischen Weinstraße", die sich von Pirna, über Pillnitz, Dresden-Loschwitz und Meißen bis nach Diesbar-Seußlitz erstreckt. Die sonnigen Elbtalhänge eignen sich besonders für den Weinanbau. Das Weingutmuseum Schloss Hoflößnitz, das Staatsweingut Schloss Wackerbarth sowie viele kleine Weingüter machen Radebeul zum Zentrum des Weingenusses. Das Herbst- und Weinfest in Altkötzschenbroda, das Hoflößnitzer Weinfest und die Weinfeste im Schloss Wackerbarth sind Magnet für alle Freunde des Rebensaftes.

Radebeul ist eine junge Stadt, wurde erst 1924 gegründet und ist seit 1996 Große Kreisstadt im Sächsischen Elbland. Viele restaurierte Häuser in den alten Dorfkernen zeugen von der dörflichen Vergangenheit. Besonders beliebt ist das Zentrum von Altkötzschenbroda. Mit dem Bau der Bahnlinie Leipzig – Dresden begann eine stürmische Entwicklung der Industrie. Großzügige Grünanlagen und darin eingebettete Villen werden dem Namen "Sächsisches Nizza" gerecht, welcher Radebeul im vorigen Jahrhundert beigefügt wurde.

Schloss und Weingut WackerbarthSchloss und Weingut Wackerbarth
Jagdschloss MoritzburgJagdschloss Moritzburg
Weinmuseum HofloessnitzWeinmuseum Hofloessnitz
Karl May Museum in RadebeulKarl May Museum

Der Ort ist Ausgangspunkt für einen Ausflug mit der Schmalspurbahn, genannt "Lößnitzdackel", auf die Hochebene zum Jagdschloss Moritzburg und weiter bis nach Radeburg. Bei schönem Wetter im offenen Waggon durch den Lößnitzgrund und vorbei an den Moritzburger Teichen zu rollen ist ein Erlebnis.



Tourist-Information Radebeul
Meißner Str. 152
01445 Radebeul
Tel: 03731 273664
Internet

Wanderkarte Moritzburg und Umgebung
Moritzburg und Umgebung


Spitzhaus - Wahrzeichen von Radebeul

Das Spitzhaus liegt auf der Hangkante des Elbtalkessels 100 m über der Hoflößnitz und ist das Wahrzeichen von Radebeul. Das gesamte Areal der Hoflößnitz, die Spitzhaustreppe und das Spitzhaus gehören zum Denkmalschutzgebiet " Historische Weinberglandschaft Radebeul".
Der ursprüngliche Bau geht auf ein Weinberghaus des kurfürstlichen Vorwerks von Johann Georg I. zurück. Das Haus wurde 1672 vom Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel mit einem spitzen Turm versehen. Es wurde seitdem "Spitziges Haus" genannt. Weitere Besitzwechsel an den Minister von Flemming und die Reichsgräfin von Cosel folgten.

Unter Kurfürst Friedrich August II. wurde das Haus von Matthäus Daniel Pöppelmann umgestaltet. Von ihm stammt auch die Idee der Jahrestreppe von Schloss Hoflößnitz zum Spitzhaus hinauf, einschließlich der zwölf Plattformen. Es wurden 390 Stufen gebaut und 76 m Höhe überwunden. Sie ist somit die grösste barocke Treppenanlage Sachsens.
Das Gästehaus war für den sächsischen Kurfürsten gut erreichbar und wurde wegen seiner einzigartigen Aussicht gern besucht. Das Gästebuch, im Sächsischen Staatsarchiv recherchierbar, nennt Namen wie Kaiser Joseph, König Karl X. von Frankreich und König Otto I. von Griechenland. Auch der preußische Kronprinz und später deutscher Kaiser Wilhelm I., wohnte dort.

SpitzhaustreppeSpitzhaustreppe mit 390 Stufen

Nach der Reblauskatastrophe in der Oberlößnitz 1887 wurden die königlichen Anbauflächen aufgelassen. Der Sächsische Hof versteigerte das Spitzhaus in Privathand. 1901/1902 ließ der Besitzer die beiden Flügel mit den Erkern anbauen. Kurz darauf folgte die verglaste Veranda. Zahlreiche weitere Umbauten folgten zwischen 1920 und 1928.
Ab 1960 wurde das Haus als Ferienheim genutzt. Der Gaststättenbetrieb war zu dieser Zeit stark eingeschränkt. Nach 1990 wurde es wieder eine private Gaststätte. 1996 gab die Stadt das Haus mit einem Erbbauvertrag in Privathand. Die Gaststätte öffnete nach Umbau und Sanierung 1997 wieder.


Weitere Informationen

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