Stadt Meißen im Sächsischen Elbland

Meißen an der Sächsischen Weinstraße

Der Meißner Dom und die Albrechtsburg auf dem linkselbischen Burgberg prägen die Silhouette von Meißen im Sächsischen Elbland. Mittelalterlichen Gassen, Treppen und Plätze, die jahrhundertalten Bürgerhäuser mit kleinen Geschäften, Cafes und Weinkellern laden zum Stadtbummel ein. Zahlreiche Baudenkmale, wie das Rathaus, die Frauenkirche, das Brauhaus, das Tuchmachertor und das Franziskanerkloster sind in der Altstadt von Meißen zu bewundern. Eine Besonderheit sind die alten Bürgerhäuser mit schmuckvollen Sitznischenportalen.

Frauenkirche in MeißenBlick auf die Frauenkirche in Meißen

Der Burgberg beherbergt ein einmaliges Ensemble von Baudenkmälern. Der Dom ist einer der stilreinsten gotischen Kirchen in Deutschland. Die spätgotische Albrechtsburg ist der erste deutsche Schlossbau. Auch die Häuser der Domherren und das Bischofsschloss sind Ausdruck des über Jahrhunderte erfolgten Ausbaues des Burgberges. Die Siedlung der Dienstmannen und Kleriker auf dem Afraberg „Freiheit“, das ehemalige Kloster St. Afra und die spätere Fürstenschule machen einen besonderen Reiz der Stadt Meißen aus.

Mit der Neuerfindung der Herstellung des weißen Porzellan durch durch Böttger und Tzschirnhaus wurde 1710 die erste europäische Porzellanmanufaktur mit Weltruf begründet. Sie arbeitete in dem Seitenflügel der Albrechtsburg. In den Jahren 1863-1865 erfolgte die Verlegung in die neuen Produktionsstätten im Triebischtal.

Touristinformation Meißen, Am Markt 3, 01662 Meißen, www.stadt-meissen.de

Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen

Staatliche Porzellanmanufaktur

1710 ließ August der Starke nach der Neuerfindung der Herstellung des weißen Porzellan durch Böttger und Tzschirnhaus die erste europäische Porzellanmanufaktur nach chinesischem Vorbild in Meißen einrichten. Im Seitenflügel der Albrechtsburg wurde das weltberühmte Meißner Porzellan hergestellt.
1863 erfolgte die Verlegung der Produktionsstätte ins nahe Triebischtal. Bis heute werden hier Gebrauchs- und Zierporzellan in Handarbeit hergestellt. Alle Erzeugnisse werden mit den berühmten Blauen Schwertern signiert.

In der Schauwerkstatt der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen können die Besucher das ganze Jahr die Kunst der Porzellanmalerei bewundern. Neben den Meisterwerken von Kändler und Höroldt wird über die 300- jährige Entwicklung informiert. Die Schauhalle präsentiert ca 3 000 Exponate und verdeutlicht dabei Formen und Dekore aus drei Jahrhunderten.

Aus der Geschichte

Nach der Eroberung des Sorbengaues Daleminze und Nissan ließ der König Heinrich I. auf dem Felssporn über der Elbe und oberhalb des Tales der Meisa eine hölzerne Burganlage, genannt „Misnia“ erbauen. Diese wurde das Machtzentrum der neugebildeten Grenzmark. Auf der Burg herrschten der Markgraf, der königliche Burggraf und der Bischof des Bistums Meißen.
Unterhalb der Burg entwickelte sich bald eine Marktsiedlung mit Handwerkern und Händlern als Suburbium der Burg. Dabei gab es zwei Siedlungsschwerpunkte:

  • Die Ansiedlung der Ministerialen und Kleriker, die von Abgaben befreit waren, auf dem Berg südöstlich der Burg = Meißner Freiheit.
  • Die eigentliche Siedlung im Triebischtal östlich der Burg, wo heute die Altstadt sich befindet.

Im 12. Jh. hatte sich die Siedlung zur Stadt entwickelt. Die Stadtrechte wurden erst um 1332 urkundlich nachgewiesen. Am Sitz des Markgrafen wurde auch die Hauptkirche des eroberten Gebietes errichtet. 968 begründete der König Otto I. das Bistum Meißen. So wurde auch die Stadt Meißen geistliches Zentrum und es gab bald drei Klöster. Weitere entstanden im Umland, so in Seußlitz und das sich zum Hauskloster der Wettiner entwickelnde Altzella bei Nossen.
Im Zuge der Reformation 1539 erfolgte die Auflösung der drei Klöster. Im Franziskanerkloster wurde die Stadtschule eingerichtet und das Kloster St. Afra wurde 1543 zur Fürstenschule.
Eines der Hauptgewerbe in Meißen war lange Zeit die Tuchmacherei. Einen ersten Rückschlag erlitt die Stadt, als Herzog Albrecht nicht in die Albrechtsburg einzog, sondern Dresden als Residenz nutzte. Der nächste Rückschlag war die Reformation und die Entmachtung des katholischen Klerus auf dem Burgberg. Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt schwer geschädigt und die Wirtschaft war ruiniert. So stagnierte die Stadtentwicklung über zwei Jahrhunderte.

Einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte erst die 1710 gegründete kurfürstlich-sächsische Porzellanmanufaktur. Von 1710 bis zur Mitte des 19. Jh's war die Albrechtsburg der Sitz der Meißner Porzellanmanufaktur.Erst mit der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Meißen zum Industrie- und Verwaltungszentrum im Elbtal.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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