Diesbar-Seußlitz im Sächsischen Elbland

Diesbar-Seußlitz an der Sächsischen Weinstraße

Der Weinbauort liegt auf der rechten Elbseite, besteht seit 1952 aus den Ortsteilen Diesbar, Seußlitz und Radewitz und ist ein Ortsteil der Gemeinde Nünchritz. Der Weinort Diesbar-Seußlitz ist Anfangsort der Sächsischen Weinstraße. Im Jahr 2022 wird auf 750 Jahre Weinbau zurückgeblickt.Um 1960 wurden große Flächen wieder aufgerebt und heute beträgt die Rebfläche 60 Hektar, was 15 % der Weinanbaufläche von Sachsen ausmacht. Jährlich findet das Federweißer-Fest statt mit etwa 10.000 Besuchern. Ein weiterer Höhepunkt im Ortsleben ist der Heiratsmarkt.
Die Wirtschaft ist geprägt vom Weinbau, von der Gastronomie und dem Fremdenverkehr sowie kleinen Handels- und Handwerksbetrieben. Seit 2011 trägt Diesbar-Seußlitz den Titel "Staatlich anerkannter Erholungsort".

Barockschloss SeußlitzBarockschloss Seußlitz mit Luisenburg im Hintergrund

Eine Sehenswürdigkeit von Diesbar-Seußlitz ist das Barockschloss Seußlitz. Es entstand in seiner heutigen Form ab 1722. Graf Heinrich von Bünau erwarb es und beauftragte George Bähr, den Erbauer der Dresdener Frauenkirche, mit dem Umbau des Schlosses und des Schlossgartens im Barockstil.

Während des Jahrhunderthochwassers im August 2002 erreichte die Elbe mit 9,40 m Dresdner Pegel den höchsten Stand seit der offiziellen Messung. In Diesbar waren die Häuser an der Meißner Straße vom "Ross" bis zum "Bösen Bruder" und in Seußlitz vom "Bösen Bruder" bis zu "Lehmanns Weinstuben" betroffen. Durch den Niederschlag kam es zu Einbrüchen von Weinbergsmauern. Das Elbwasser reichte fast bis an das alte Rittergut. Bis 2004 wurden die Hochwasserschäden "An der Weinstraße" bis zum "Bösen Bruder" beseitigt. Im Juni 2013 wurde Diesbar-Seußlitz erneut vom Hochwasser getroffen und die Straße an der Elbe beschädigt.

Böser Bruder

Der Name galt im Volksmund einem Felsvorsprung, dessen Umrisse einem Gesicht ähnelten. Mit diesem Gesicht verband sich eine Sage von zwei Brüdern, die dasselbe Mädchen liebten. Die 40 m hohe Felswand liegt zwischen den Ortslagen Diesbar und Seußlitz und entstand durch den Steinabbau bis 1965.

Goldkuppe

... ist ein Höhenzug zwischen dem Elbtal und dem Seußlitzer Grund. Die höchste Erhebung ist die Goldkuppe. Von ihr bis zur Heinrichsburg befand sich ein bronzezeitlicher Burgwall. Es handelt sich um eine der größten Befestigungen aus der Zeit der Lausitzer Kultur. Die Befestigungsanlage war etwa 1100 m lang und 400 m breit. Wallreste sind heute noch erkennbar.

Seußlitzer Grund

... ist eines der größten Seitentäler der Elbe. Das 106 ha große Naturschutzgebiet bietet viele Wandermöglichkeiten, teilweise mit einem Ausblick auf das Elbtal.

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TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954


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