Most (Brüx) in Westböhmen

Most (Brüx) in Westböhmen

Die Stadt Most (Brüx) liegt am Fluss Bílina (Biela) im nordböhmischen Becken vom Erzgebirge .
Die Stadt entstand im Zusammenhang mit der Besiedlung des südlichen Erzgebirgsvorland im 12. und 13. Jh. Die Hrabischitze siedelten mit Unterstützung der Prager Kreuzherren um 1220 hier als deutsche Bauern an.

Sehenswürdigkeiten

  • Spätgotische Kirche Mariä Himmelfahrt - sie wurde 1975 von Alt-Brüx um 840 m zum neuen Standort am ehem. Heiliggeist-Spital verschoben. Daneben steht die Nepomuksäule mit den Landespatronen Heiliger Wenzel und Heiliger Adalbert.
  • Gotische Heiliggeistkirche mit Spital (1723), jetzt Kunst-Galerie
  • Barocke Sandstein-Mariensäule (Mariánský sloup) von 1710
  • Allegorische Statuen der vier Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer an der Ostseite des Rathauses
  • Stadttheater - Moderner Bau wurde zum Wahrzeichen von Most
  • Restaurant Schwejk
  • Besuch der Burg Hněvín (Landeswarte) - beliebtes Ausflugsziel öffentlicher Sternwarte, Freilichtbühne und Hotel mit Restaurant.

Kirche Mariä Himmelfahrt
Kirche Mariä Himmelfahrt

 

Informationszentrum
Radniční 1/2
434 01 Most
Tel.: +420 476 448 220
Internet

Wanderkarte Mittleres Erzgebirge / Krušné hory střed
Mittleres Erzgebirge
Krušné hory střed


Aus der Geschichte

Die ältesten Funde aus Grabungen im alten Stadtkern stammen aus der Zeit zw. 1229 und 1238, das älteste Stadtsiegel aus dem Jahr 1257. Brüx entwickelte sich zu einer reichen mittelalterliche Königsstadt, Rechte erhielt sie von Otokar II. und von Karl IV.
Während der Hussitenkriegen (1419–1434) war Brüx ein Zentrum der Katholiken. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges eroberten mehrmals die Schweden die Stadt. Sie verlor ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 19. Jh.'s veränderten Kohlebergbau und Industrie ihren Charakter. 1870 erhielt Brüx den ersten Eisenbahnanschluss.
Eine Schwimmsandkatastrophe ereignete sich in der Nacht vom 19. zum 20. Juli 1895. In nur 9 Stunden traten im nördlichen Stadtteil erhebliche Bodensenkungen ein. Davon waren Wohnhäuser, Straßen und der damalige Bahnhof betroffen. Der Treibsand floss in Abbaukammern der Grube Annahilfsbau und in die Streckenvorstöße. Fast 2500 Menschen wurden obdachlos und drei Bewohner starben, 25 Häuser versanken, 13 weitere Gebäude erlitten erhebliche Beschädigungen. Die Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1975 von Alt-Brüx zum neuen Standort am ehem. Heiliggeist-Spital um 840 m verschoben
Ähnliche Einbrüche ereigneten sich in den Jahren 1896 und 1897.
Besonders für den expandierenden Kohlebergbau wurden viele Arbeiter tschechischer Nationalität nach Brüx verpflichtet. 1901 wurden die Städte Brüx und Kopitz mit Johnsdorf und Leutensdorf durch eine Straßenbahn verbunden.
In der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise wanderten viele Einwohner nach Nordamerika und Australien aus. Im Herbst 1938 kam die Stadt zum „Reichsgau Sudetenland“.
Die Braunkohlenwerke übernahm die Sudetenländische Bergbau AG, diese gehörten zu den Reichswerken Hermann Göring. Zwischen Brüx und Oberleutensdorf entstand ein Hydrierwerk, heute Unipetrol, zur Herstellung von Treibstoffen und Heizöl. Dieses Werk war ab 1944 Ziel mehrerer Luftangriffe, welche die Produktion verhinderten, aber auch unter den Zwangsarbeitern und der Bevölkerung große Opfer brachten.


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