Chomutov (Komotau) in Nordböhmen

Chomutov (Komotau) am Egergraben in Nordböhmen

Chomutov (Komotau) liegt im Westen des Nordböhmischen Beckens am Südabfall vom Mittleren Erzgebirge im Egergraben. Sie ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Verwaltungsbezirk Usti in Nordböhmen. Chomutov befindet sich an der Kreuzung bedeutender Eisenbahnlinien und Straßenverbindungen nach Prag, Chemnitz, Karlsbad, Cheb und Most.


Sehenswürdigkeiten

  • Ringplatz / Markt mit spätgotischen Bürgerhäusern und Arkaden
  • St. Katharinenkirche - eine der ältesten frühgotischen Kirchen in Europa. Nach mehr als 200 Jahren ist sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Sie wird jetzt als Konzertsaal und für Ausstellungen des Regionalmuseums genutzt. Direkt daneben befindet sich die ehemalige Komturei (später die Burg), seit 1607 das Rathaus der Stadt.
  • Spätgotische Hallenkirche Mariä Himmelfahrt (1518–1542)
  • Dreifaltigkeitssäule (1697), umgeben von sieben Heiligenstatuen (1725–1732)
  • St. Ignatiuskirche (Jesuitenkirche) 1663–1668 erbaut, direkt anschließend der 53 m hohe Stadtturm
  • Bezirksmuseum (Okresni muzeum v Chomutove) im Gebäude des ehemaligen Jesuitengymnasiums südlich der St. Ignatiuskirche
  • Erzgebirger Zoopark Chomutov
  • Alaunsee (Kamencové jezero) liegt nördlich des Stadtzentrums am Fuße des Erzgebirges und ist weltweit einmalig. Der See ist ca. 16 ha groß und bis zu 4 Meter tief. Das Besondere ist sein Gehalt von ca. 1% Alaun-Salz.

Chomutov (Komotau)

 

Městské informační centrum
U Městských mlýnů 5885
430 01 Chomutov
Tel.: +420 474 341 438
Internet

Mittleres Erzgebirge / Krušné hory–střed
Mittleres Erzgebirge
Krušné hory–střed


Aus der Geschichte

Bereits um 800 befand sich auf dem Gebiet der Ansiedlung eine kleine Kirche. 1252 wurde Comotau von Friedrich von Komotau dem Deutschen Ritterorden geschenkt. 1261 verlieh Ottokar II. dem Orden die Gerichtsbarkeit. Die Bezeichnung „Villa Forensis“ in der Urkunde lässt darauf schließen, dass Chomutov noch ein Dorf war. Um 1281 wurde auch schon am Ordensschloss gebaut. Bis Ende des Jahrhunderts erhielten der Orden durch Schenkungen und Kauf mehrere Dörfer.

1335 wurde der Komotauer Markt durch ein Privileg des Königs von Zöllen und Abgaben befreit. Die Stadt lag an der wichtigen Straße von Halle/Leipzig nach Prag. Braurechte, Rechte Wochen- und Jahrmärkte abzuhalten förderten den Status. Im Oktober 1396 verlieh der Deutsche Orden die Stadtrechte. Die Stadt erhielt ein Rataus, das Recht zum Salzhandel, eine Stadtwaage sowie Siegel und Stadtwappen.


Weitere Informationen

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