Cheb (Eger) in Westböhmen

Cheb (Eger) in Westböhmen

Cheb (Eger) liegt am Fluss Eger im nördlich und südwestlich an Deutschland grenzenden Egerland, ca. 42 km westlich von Karlsbad in der westböhmischen Bäderregion. Acht Kilometer nordöstlich der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Soos - ein Torf- und Mineralwiesenmoor mit aus Mofetten ausströmendem Kohlendioxid vulkanischen Ursprungs. Es gibt weitere zwei Naturschutzgebiet im Umfeld der Stadt sowie zwei Stauseen, die Talsperre Skalka und die Talsperre Jesenice, die als Naherholungsziele der Stadt beliebt sind.


Sehenswürdigkeiten

  • Marktplatz mit sogenannte Egerer Stöckl (Špalíček): Wahrzeichen ist ein Komplex von elf in Fachwerk ausgeführte Häuser, in denen jüdische Kaufleute wohnten. Die Häusergruppe geht im Kern in die spätgotische Zeit zurück, das sogenannte Egerer Stöckl (Špalíček). Das Grüner-Haus am Marktplatz gehörte dem Geschlecht der Werndls, mit dem Familienwappen über dem Portal.
  • Kaiserburg Eger
  • Stadtmuseum Cheb
  • Gedeckte Brücke über die Eger
  • Steinhaus des Klosters Waldsassen
  • Frühbarocke Wallfahrtskirche Maria Loreto in Schloss Starý Hrozňatov (Altkinsberg)
  • Talsperre Skalka und die Talsperre Jesenice als Naherholungsziele

Cheb1

 

Das Stadtmuseum Cheb befindet sich in dem gotischen Pachelbelhaus (15. J.), in dem Wallenstein am 25. Februar 1634 ermordet wurde. Neben seinem Sterbezimmer und einer Reihe von Reminiszenzen an den Friedländer (an sein 1632 erschossenes Pferd, Sattel, Reitschuhe und die Partisane, mit der er erstochen wurde) enthält das Museum eine Bildergalerie seiner Familie und zahlreiche Antiquitäten aus Privatbesitz.
Als wertvollstes Exponat gilt das Egerer Antependium, eine romanische Stickerei aus dem ehemaligen Klarissen-Kloster. Zum Museum gehört auch eine Dokumentation über die 20 grenznahen Dörfer im Egerland, die infolge der Vertreibung nach 1945 aufgegeben wurden.

 

Kirchen und Kloster

Die gotische Franziskanerkirche mit Kloster und Kreuzgang wurde 1285 geweiht. Der Turm wurde im 14. Jahrhundert an die Südseite des Chores angebaut. Der Kreuzgang verfügt über ein gemaltes Gewölbe aus dem 15. Jh..
Die ehemalige Klarakirche des Klarissenordens gegenüber wurde 1708 bis 1711 nach einem Plan von Christoph Dientzenhofer erbaut. Sie wird heute als Konzertstätte genutzt.
Die Kirche St. Nikolaus (13. Jahrhundert), eine dreischiffige Basilika:  Westportal und unterer Teil des Turms blieben erhalten. Das dreischiffige Langhaus sowie das Presbyterium und die Sakristei stammen aus der gotischen Zeit. Nach dem Brand 1742 wurden zwei Türme mit Barockkuppeln nach Plänen des aus Eger stammenden Balthasar Neumann errichtet. Bei einem US-amerikanischen Fliegerbombenangriff am 20. April 1945 brannten die Balthasar-Neumann-Kirchtürme ab.

 

Tourist Information
Jateční 2
350 02 Cheb
Tel.: 775 601 264
Internet

Wanderkarte Asch / Ašsko
Asch / Ašsko


Aus der Geschichte

Eger wurde 1061 das erste Mal urkundlich als Egire genannt. 1125 errichteten die Markgrafen des bayerischen Nordgaues in Vohburg eine Burg an der Stelle einer älteren slawischen Anlage. Ab 1167 war Eger in den Besitz des Kaisers Friedrich Barbarossa. Eger hatte schon um 1179 Stadtrechte. Die wirtschaftlich aufstrebende Stadt hatte sich mit den verarmten Adeligen der Umgebung in der Adelsfehde auseinanderzusetzen. Während der Hussitenkriege stand Eger aktiv auf der Seite der antihussitischen Koalition. Sie nahm an allen Kreuzzügen gegen die Hussiten teil. Dabei geriet sie 1430 in große Gefahr. Die Hussiten brannten in der Obertorvorstadt einen Teil der Stadtmauern nieder, konnten aber durch Zahlung einer hohen Summe zum Abzug bewegt werden.
Bekanntheit erlangte Eger als am 25. April 1459 der Vertrag von Eger über die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen geschlossen wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde hier am 25. Februar 1634 Albrecht von Wallenstein ermordet. Im Jahr 1647 belagerten die Schweden die Stadt Eger. 1723 erfolgte die Benennung zur Freien Königlichen Stadt. Bis 1851 gehörte der Ort Franzensbad (Františkovy Lázně) dem Magistrat der Stadt Eger. Das Mineralwasser bezeichnete man ursprünglich als Egerer Sauerbrunnen. Während der k.k. Monarchie war Eger Garnisonsstadt. Im annektierten Sudetenland wurde Eger zu einem selbstständigen Stadtkreis.
Am 25. April 1945 besetzte die 97. US-Infanteriedivision der Stadt. Später wurde die Stadt aufgrund des Potsdamer Abkommens an die sowjetischen Truppen übergeben. 2004 erfolgte der Abschluss einer Städtepartnerschaft mit Hof. Auch mit den Nachbarstädten Waldsassen und Marktredwitz bestehen freundschaftliche Beziehungen.


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