Hrádek nad Nisou (Grottau)

Hrádek nad Nisou (Grottau)

Hrádek nad Nisou (Grottau) liegt in der Region Liberec im Tal der Lausitzer Neiße. Durch das Tal der Neiße verlief ein alter Handelsweg von Böhmen bis zur Ostsee.

Ab 1972 bestand die 1945 unterbrochene Eisenbahnverbindung nach Zittau wieder, 1991 wurde ein Fußgängergrenzübergang in den deutschen Nachbarort Hartau bei Zittau eröffnet.

Sehenswürdigkeiten

  • Burg Grabštejn
  • Aussichtsfelsen Popova Skála
  • Katholische Kirche des Hl. Bartholomäus (1268 erbaut, 1466 neu errichtet, restauriert im Renaissancestil 1568)
  • Schloss Lemberk bei Jablonné
  • Oberwegsteine und Rabensteine
  • Erholungs- und Sportareal Kristýna am gleichnamigen See

Burg GrabštejnBurg Grabštejn

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Aus der Geschichte

Die Gegend war bereits in der jüngeren Steinzeit besiedelt. 968 wurde das Gebiet durch einen Vertrag zwischen dem Bistum Meißen und Böhmen an Böhmen angeschlossen. Bei Hrádek nad Nisou existierte ein Slawischer Ringwall der Milzener. Aus den Wort Grod für Burgwall entstand der Name Grottau.

Bei der Bildung der Herrschaft Grafenstein im 13. Jahrhundert entstand an Stelle der sorbischen Burg ein Herrensitz. Die planmäßig angelegte Marktsiedlung Grod erhielt im Jahr 1260 von Přemysl Otokar II. das Stadrecht. Die Kolonisten lebten vorrangig vom Ackerbau, Handel und Handwerk. 1268 wurde eine Kirche gebaut. Die Häuser wurden aus Naturstein errichtet. Zu dieser Zeit hatte Grottau größere Bedeutung als Reichenberg.

1424 wurde Grod von den Hussiten zerstört, aber bald danach wieder aufgebaut und nach Westen vergrößert. Im 16. Jahrhundert kam es zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Neben Deutschen und Tschechen lebten in Grod und der Umgebung auch Sorben. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Grottau ein Teil der Herrschaft Grafenstein. Im 19. Jahrhundert wurde eine Reihe von Maschinenbau- und chemischen Fabriken erbaut.