Malerweg durch die Sächsische Schweiz

Malerweg durch das Elbsandsteingebirge

Entstehung des Malerweg

Der Malerweg ist ein Wanderweg durch die Sächsischen Schweiz und hat seinen Ursprung im ausgehenden 18. Jahrhundert. Immer mehr wendet sich die Hofgesellschaft in Dresden und das Bildungsbürgertum der Natur zu. Unter den Ersten, die die schöne Landschaft nahe der Landeshauptstadt Dresden entdeckten und durch Bilder verbreiten halfen, waren neben den Pastoren Götzinger und Nicolai mit ihren Büchern zahlreiche Maler.

Die Schweizer Adrian Zingg und Anton Graff waren eine der ersten, die im Sandstein von heimatlichen Gefühlen ergriffen wurden und dem Gebirge wahrscheinlich zu seinem Namen verhalfen. Ihnen folgten mit Skizzenheft und Zeichenstift Johann Philipp Veith, Carl Gustav Carus, Johann Christian Dahl, Caspar David Friedrich und Ludwig Richter. Sie alle waren von der gewaltigen Felslandschaft beeindruckt. 100 Jahre später beobachtete und malte Robert Sterl die Steinbrecher.

Die meisten Maler folgten dem Fremdenweg, welcher am Friedrichsgrund hinter Pillnitz begann, über Graupa in den Liebethaler Grund führte, alle Sehenswürdigkeiten der Hinteren Sächsischen Schweiz einschloss und am Prebischtor (in Böhmen) endete. Bastei, Amselgrund, Kuhstall oder Großer Winterberg sind heute wie damals wichtige Etappen des Malerweges.
Den Spuren der frühen Maler folgten bald Dichter, Schriftsteller, Musiker und Komponisten sowie interessierte Menschen zunächst auf dem "Fremdenweg". Später suchten auf dem "Malerweg" viele Neugierige jene Stellen auf, die sie aus Büchern oder von Werken in Galerien kannten.

Wiederentdeckung des Malerweg

Wanderfreunde des Dresdner Wander- und Bergsteigervereins entdeckten die alte Route von Dresden-Loschwitz bis zum Prebischtor als „Dichter-Musiker-Maler-Weg“ im Jahr 2000 wieder. Fünf Jahre später wurde vom Tourismusverband der Malerweg mit fast deckungsgleicher Wegeführung eröffnet.

Der historische Malerweg wurde erweitert und der Wanderweg führt auf der linken Seite in das "Gebiet der Steine" und anschließend auf den Spuren von Bernardo Bellotto, bekannt als Canaletto, zur historischen Altstadt Pirna.