Zwickauer Mulde

Zwickauer Mulde bei Eibenstock

Zwickauer Mulde ist ein Fluss im Südwesten Sachsens mit der Fließrichtung Nordosten und ist 167 km lang. Sie hat eine Wasserführung von 26,4 m³/s. Die Quellbäche der Roten und Weißen Mulde entspringen in 770 m Höhe bei Schöneck und fließen in die Talsperre Muldenberg. Von dort aus geht es weiter als Zwickauer Mulde überwiegend in nordöstliche Richtung durch waldreiches Gebiet sowie durch die Orte Muldenberg, Hammerbrücke und Morgenröthe-Rautenkranz.

Nach dem Übertritt in das Westerzgebirge wird der Fluss mit der Talsperre Eibenstock aufgestaut. Bei Aue nimmt sie das Schwarzwasser auf und passiert Hartenstein und Wiesenburg. Bei Wilkau-Haßlau überquert die A 72 das Tal mit einer 718 m langen und 50 m hohen Brücke.
Bevor die Mulde das Stadtzentrum von Zwickau östlich umfließt, bildet sie im Ortsteil Cainsdorf Stromschnellen. Diese sind ein geschützter Geotop, weil hier Steinkohleflötze angeschnitten werden.
Der Fluss ist über längere Stecken des Ober- und Mittellaufes kaum verbaut. In besiedelten Bereichen begleiten ihn Hochwasserschutzdeiche, so z. B. im Stadtgebiet Zwickau. Hier ist der historische Stadtkern durch Bergbausenkungen tiefer als das Flussbett.

Zwickauer Muldee bei Hartenstein

 

Paradiesbrücke über der Zwickauer Mulde

Auf der Paradiesbrücke über der Zwickauer Mulde

Bis in die 1990er Jahre war die Zwickauer Mulde hoch belastet u.a. durch schwermetallhaltige Industrieabwässer. Sie entwässerte die Metallverarbeitungs- und Bergbaureviere des westlichen Erzgebirges sowie die Industrieregionen um Chemnitz und Zwickau. Bei Zwickau verlässt der Fluss das Erzgebirge und passiert das VW-Werk Mosel und die Stadt Glauchau.
Sie durchfließt im mittleren Teil das Mittelsächsische Berg- und Hügelland mit Granulitgestein bis etwa Rochlitz. Unterhalb von Wechselburg befindet sich am linken Ufer der Rochlitzer Berg aus Porphyr-Tuff. Hinter Glauchau wird das Flusstal wieder enger und felsig. Zahlreichen Burgen und Ortschaften begleiten nun den Fluss wie Waldenburg, Penig, Rochsburg, Lunzenau und Rochlitz. Bei Wechselburg fließt die Chemnitz in die Zwickauer Mulde. Die Bahnstrecke Leipzig-Chemnitz überquert mit dem Göhrener Viadukt in 68 m Höhe den Fluss. Bei Sermuth vereinigt sie sich mit der Freiberger Mulde.

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