Städte in der Sächsischen Schweiz

Eine Reihe von Namen für die Städte Sebnitz, Pirna, Postelwitz und Lohmen sowie Fluss- und Bergnamen wie Biela, Polenz, Kirnitzsch, Zschirnstein und Gohrisch sind slawischen Ursprungs. Die Häufung in Elbnähe schließt auf slawische Fischersiedlungen. Auch die Zeidlerei (Bienenzucht) war bei den slawischen Völkern weit verbreitet.
Die Wege wie der Kulmer Steig, der Tetschener Steig und die Salzstraße, die über Stolpen nach Schluckenau (Sluknov) führte, waren der Besiedlung und wirtschaftlichen Erschließung dienlich. Des Weiteren gab es die günstigen Elbquerungen bei den Ortschaften Pirna, Wendischfähre und Postelwitz.

Ortschaften auf der rechten Elbseite

Stadt HohnsteinStadt Hohnstein
Gemeinde Lohmen Gemeinde Lohmen
Neustadt in SachsenNeustadt in Sachsen

Kurort RathenKurort Rathen
Bad SchandauBad Schandau
Ortsteile von Bad SchandauOrte um Bad Schandau

Stadt SebnitzStadt Sebnitz
Ortsteile von SebnitzOrtsteile von Sebnitz
HinterhermsdorfHinterhermsdorf

Stadt StolpenStadt Stolpen
Stadt Wehlen Stadt Wehlen


Ortschaften auf der linken Elbseite

Große Kreisstadt PirnaGroße Kreisstadt Pirna
Gemeinde GohrischGemeinde Gohrisch
Bad Gottleuba Kurort Bad Gottleuba

Stadt Königstein in SachsenStadt Königstein
Ortsteile von KoenigsteinOrtsteile von Königstein
Rosenthal-Bielatal
Rosenthal-Bielatal

Reinhardtsdorf-SchönaReinhardtsdorf-Schöna
Gemeinde Struppen am Rauenstein
Gemeinde Struppen


Aus der Geschichte

Am schnellsten entwickelte sich Pirna. Hier kreuzte sich die Straße Stolpen–Kulm-Prag mit der Straße Dresden–Königstein und eine Elbquerung war mit einem Hafen in der Nähe. Mit der Marktentwicklung bildeten sich Stapel- und Zollrechte und Pirna wurde in kurzer Zeit die wichtigste Handelsstadt im oberelbigen Gebiet. Holzwirtschaft, Jagd, Viehzucht und Fischfang erlangten größere Bedeutung. Die Nebenflüsse der Elbe waren Laichgewässer der Lachse.
Ab 1400 entwickelte sich in der westlichen Sächsischen Schweiz die Eisenerzgewinnung und Verhüttung um Berggießhübel/Gottleuba und im Bielatal. An Biela und Bahra entstanden zahlreiche Hammerwerke.
An den Gebirgsbächen wurden Mühlen gebaut. Sie waren in den meisten Fällen Brettmühlen und Mahlmühlen. Die notwendigen Mühlsteine gab es nicht weit entfernt in den Steinbrüchen.
Im 17. bis zum 20. Jh. war das Brechen von sächsischen Sandstein ein Hauptwirtschaftszweig. Verwendet wurde der Elbsandstein für Baudenkmäler in Dresden, in Hamburg und Kopenhagen. Von Krippen, einem Ortsteil von Bad Schandau, entwickelte sich durch die Erfindung des Holzschliffs durch Gottfried Keller die Papierindustrie. Zwei Jahrhunderte lang waren Sebnitz, Pirna, Königstein und Heidenau die Zentren der Papiererzeugung in Sachsen.
Im 19. Jh. wurde durch die bahnbrechende Arbeit des Ingenieurs Andreas Schubert in Dresden das erste deutsche Flussdampfschiff und die erste deutsche Lokomotive gebaut. Schon 1851 wurde die Eisenbahnstrecke nach Prag eröffnet. Das Elbtal wurde zu einer Hauptverkehrsader nach Südosteuropa.

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954



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