Hanstein - Burgruine im Eichsfeld

Region: Region Thüringen

Die Burgruine Hanstein befindet sich bei Bornhagen im Eichsfeldkreis oberhalb des Werratales. Sie ist eine der größten Burgruinen in Thüringen. Nordöstlich ist das Dreiländereck Hessen-Niedersachsen-Thüringen. Unterhalb der Burg auf der hessischen Werraseite bei Werleshausen steht die Burg Ludwigstein.

Das Gebiet um den Hanstein war altes Grenzland zwischen den Sachsen im Norden und den Thüringern im Süden, während das Land westlich der Werra bereits stark fränkisch beeinflusst war. Vermutlich gab es deshalb bereits sehr früh eine Befestigung an diesem Ort. Ab dem 7. bis 8. Jahrhundert geriet das Land nördlich der Unstrut und an der unteren Werra unter den Einfluss sächsischer Adelsfamilien.


Burgruine Hanstein


Die Burganlage sitzt auf einem spornartigen Sandsteinfelsen des Höheberges. Insgesamt 5 Burgtore führten über die Vorburg bis zur Kernburg. Da die Burg ab dem 16. Jh. verlassen wurde, sind die Ruinenreste der gotischen Burganlage nicht durch aufwendige Umbauarbeiten verändert worden. Ein Burgbrunnen befand sich in der ehemaligen Burgküche.
Unmittelbar angrenzend an die Burg befindet sich der Ort Rimbach mit eigener Pfarrkirche.
Der Nordturm der Burg Hanstein ist ein guter Aussichtspunkt in der Region des nahen Dreiländereck Hessen-Niedersachsen-Thüringen. Die Sicht geht:

  • zum Hohen Meißner
  • dem Kaufunger Wald
  • dem Leinebergland
  • über das Eichsfeld

Der Südturm ist nicht öffentlich zugänglich.

Aus der Geschichte

Die älteste Nachricht über die Burg Hanstein ist die Erwähnung ihrer Zerstörung durch Heinrich IV. 1070. Die Burg, Besitz des Grafen Otto von Northeim, muss demnach vor 1070 errichtet worden sein. Vermutlich baute in den Folgejahren Otto von Northeim sie wieder auf. Aus dem Erbe der 1144 ausgestorbenen Grafen von Nordheim gelangte Sie an die Welfen und von denen an die Mainzer Bischöfe.

Ab 1308 ließ der Erzbischof von Mainz die Burg als Grenzfestung unter der Verwaltung von Vögten ausbauen. Auf der Burg war ein Gerichtsamt für 21 umliegende Dörfer. Da die Herren von Hanstein, abseits der Städte von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten waren, betätigten sie sich auch als Raubritter.

Burgruine Hanstein

Der Thüringer „Dreistädtebund“, Nordhausen, Mühlhausen und Erfurt, versuchte 1371 Hanstein zu stürmen, was misslang. Gegen das Raubritterunwesen und zum Schutz der Handelsstraße durch das Werratal ließ der Landgraf von Hessen 1415 die Burg Ludwigstein errichten.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Hanstein teilweise zerstört und seitdem nicht mehr dauerhaft bewohnt. Von 1838 bis 1840 baute man einen neuen Rittersaal und Teile der Burg wurden als Gefängnis genutzt.
Nach 1945 durch seine Lage an der Grenze war der Nordturm der Burg Beobachtungspunkt der DDR-Grenztruppen. Seit 1985 werden wieder denkmalpflegerische Arbeiten an der Ruine vorgenommen. Heute findet alljährlich am ersten Augustwochenende ein Mittelalterfest statt.

Burgruine Hanstein

Burgruine Hanstein

Burgruine Hanstein

TourMedia, Siedlerweg 5, 01809 Heidenau

03529 511954



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